Paleo-Ernährung: Was ist das eigentlich? (Teil 1 von 2)

Dies ist ein Gastartikel von Constantin Gonzalez, www.paleosophie.de

In letzter Zeit taucht in Sportlerkreisen immer wieder das Stichwort “Paleo-Ernährung” auf. Was verbirgt sich dahinter? Ist das nur eine Welle aus den USA oder kann man damit mehr aus seinem Training machen?

Die Paleo-Ernährung untersucht, wie der Mensch sich in der Steinzeit ernährt hat. Dabei gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Mensch sich über einen Zeitraum von über 2,5 Millionen Jahren optimal auf eine bestimmte Ernährungsweise evolutionär angepasst hat. Erst seit etwa 10.000 Jahren hat der Mensch mit dem Beginn der Agrar-Revolution seinen Speiseplan radikal umgestellt, und seit etwa 50-100 Jahren sind moderne Lebensmittel wie Zucker, Weißmehlprodukte, Burger und Pringels auf dem Ernährungsplan des Menschen gekommen.

Sie ahnen es bereits: Kann die Umstellung unserer Ernährung auf moderne Zivilisations-Kost eine Ursache für moderne Zivilisations-Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Übergewicht, metabolisches Syndrom, Allergien und Auto-Immunerkrankungen sein? Welchen Zusammenhang gibt es genau zwischen Ernährung und Fitness? Gibt es Geheimnisse in der Steinzeit-Ernährung, die den Urzeitmenschen fitter und gesünder gemacht haben, als den “Couch-Potato” von heute?

Ausgrabungen bringen es ans Licht: Der Urzeit-Mensch war topfit!

Paläontologen haben tatsächlich festgestellt, daß Skelette von Menschen, die älter als 10.000 Jahre sind und sich auf Jäger- und Sammler-Art ernährt haben weniger Anzeichen von Zivilisations-Erkrankungen aufweisen als Skelette, die nach der Einführung des Ackerbaus gelebt haben. Auch war der Steinzeit-Mensch deutlich muskulöser aufgebaut als der Zivilisations-Mensch. Er hatte eine höhere durchschnittliche Körpergröße, gesündere Zähne, keinerlei Anzeichen von Herz- und Kreislauferkrankungen und auch an sonstigen “Zipperlein” des Alterns schien er weniger zu leiden: Auch alt gewordene Vorfahren der Urzeit waren fit und muskulös und sie konnten mühelos mit jüngeren Kollegen bei der Jagd mithalten. Die häufigste Todesursache des Steinzeit-Menschen waren Jagdunfälle und Infektions-Krankheiten. Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall waren dagegen auch bei alten Steinzeit-Menschen weitgehend unbekannt.

Dagegen fanden Paläontologen in Skeletten neueren Ursprungs deutliche Anzeichen von degenerativen Krankheiten: Sobald eine Kultur sesshaft wurde und mit dem Anbau von Getreide und anderen Kulturpflanzen begann, nahm auch die Kindersterblichkeit dramatisch zu, die Knochendichte nahm ab und Anzeichen von Karies, Gefäßverkalkung und anderen degenerativen Krankheiten nahmen in den Skeletten messbar zu.

Essen wie in der Steinzeit macht stark, gesund und fit

Diese Anzeichen haben irgendwann auch Ernährungswissenschaftler aufmerksam gemacht, allen voran Dr. Loren Cordain, der heute als einer der Väter der Paleo-Ernährung gilt: Er hat zum ersten Mal systematisch die Zusammensetzung der Steinzeit-Ernährung und der Ernährung moderner Jäger- und Sammler-Kulturen untersucht und mit der modernen Zivilisations-Ernährung verglichen. Der Steinzeit-Mensch aß vornehmlich:

– Viel Fleisch, Fisch, Geflügel und Eier aus der Jagd,

– dazu reichlich Gemüse in allen Farben sowie Wurzeln und Knollen, die er sammelte und

– dazu einige Früchte, Beeren, Nüsse und Samen.

Auffällig ist, was der Steinzeit-Mensch nicht gegessen hat. Für “Grok”, den Prototypen aller Steinzeit-Menschen waren:

– Getreide und alle Getreide-Produkte, wie Brot, Nudeln, Müsli, Pizza, Bier & Co.,

– Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen und auch Erdnüsse,

– Milch und Milch-Produkte,

– pflanzliche Öle,

– Zucker

– und alle anderen industriellen Fertig-Produkte

komplett unbekannt.

Low Carb, High Fat aus wissenschaftlicher Sicht

Viele Menschen, vor allem Fachleute, die es in der Ausbildung oder im Studium anders gelernt haben, sträuben sich häufig, die aktuellen Ernährungserkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis anzunehmen. Denn wenn diese stimmen würden, dann wären die Teilnehmer ja in der Ausbildung und im Studium falsch ausgebildet worden.

Das kann jedoch durchaus vorkommen, wie ich von meinem Studium und vom Studium der Humanmedizin weiß. Wer hier Recht hat ist mir relativ gleichgültig, denn allein die Ergebnisse zählen.

Meine Klienten können prima Körperfett reduzieren, fühlen sich wesentlich besser und haben äußerst gute Blutwerte, v. a. was den Fett- und Zuckerstoffwechsel angeht. Medikamente können nach gewisser Zeit reduziert oder ganz weggelassen werden. Die erheblich verbesserte Fitness ist selbstverständlich.

Aus diesem Grunde bleibe ich bei den Empfehlungen, die hier im Blog zu finden sind.

Es läuft also wieder einmal auf den “Gelehrigkeitsindex” (“Teachabilityindex”) zurück, den ich hier schon einmal beschrieben habe (roten Link anklicken).

Inwiefern sind Sie bereit, Ihre Einstellung, Ihre Meinung und Ihr Verhalten zu ändern, um bessere Ergebnisse zu erzielen und Ihre Ziele und Träume zu erreichen? Davon hängt eigentlich alles ab.

Wer weiter macht wie bisher und dabei hofft andere Ergebnisse zu bekommen, kann als naiver Mensch betrachtet werden. Alber Einstein hat dieses Verhalten einmal als “Wahnsinn” bzw. “Irrsinn” definiert.

Früher war die Wissenschaft auch der festen Ansicht, dass sich die Sonne um die Erde dreht und alles andere wäre Blasphemie. Änderungen können häufig Fortschritt bedeuten, deshalb sollte man nicht immer zu sehr an alten Meinungen und Verhaltensweisen festhalten.

Für alle, die es gerne etwas wissenschaftlicher, aber dennoch gut verständlich haben möchten, kann ich den folgenden 45 Minuten langen Vortrag “The Food (R)Evolution” vom “Ancestral Health Symposium 2011” in Los Angeles empfehlen:

Ansonsten gibt es unter diesem Link noch viele weitere Informationen: http://www.dietdoctor.com

Ein einfacher Wegweiser zur modernen Steinzeiternährung

Nach den vielen interessierten Kommentaren und Rückmeldungen zum letzten Artikel über Steinzeiternährung in der Moderne, habe ich auf Facebook dieses sehr praktische Flussdiagramm gefunden, das die ganze Sache zwar etwas zu sehr simplifiziert, aber vielleicht gerade deshalb so anschaulich macht 🙂 (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

Praktische Informationen zur Steinzeiternährung

Es ist anstrengend, immer wieder von Menschen auf das Thema Ernährung angesprochen zu werden, wenn bereits nach zwei bis drei Sätzen klar wird, dass die fragende Person ihr Verhalten nicht ändern, sondern lediglich eine Bestätigung zur Gewissensberuhigung bekommen möchte, dass der Schrott, den sie regelmäßig isst, so weiterkonsumiert werden kann.

Im Klartext: Wer glaubt, dass irgendwelche anderen Umstände, die man nicht selbst beeinflussen kann, schuld am eigenen Erscheinungsbild oder der Gesundheit wären, möge mich bitte nicht mehr fragen.

Ernährung kann ganz simpel sein.

Beispiel: Die Bewegung der Steinzeit-/Paläo-/Paleo-Ernährung schwappt immer mehr nach Deutschland über und findet zunehmend begeisterte Anhänger.

Im Internet finden sich immer mehr Seiten und Blogs, in denen die Anwender über das Thema informieren und von ihren zahlreichen gesundheitlichen Erfolgen bei sämtlichen Zivilisationserkrankungen und Alltagsbeschwerden berichten.

Auch die Wissenschaft stützt die medizinische Wirkung der Steinzeitkost durch unzählige Untersuchungen.

Dabei werden vor allem folgende Nahrungsmittel konsumiert: Wasser, Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Fisch, Fleisch und Eier.

(Weitestgehend) verzichtet wird dabei in der Regel vor allem auf verarbeitete Lebensmittel, Getreideprodukte, Zucker und Hülsenfrüchte sowie auf Kuhmilchprodukte.

Das ist prinzipiell schon alles – ziemlich simpel und unerhört effektiv!

Hier ist ein kleiner Wegweiser durch diverse deutschsprachige Internetseiten zum Thema zu finden:

http://paleosophie.de/blog/2011/09/paleo-auf-deutsch-der-deutsche-paleo-blog-wegweiser

Ich selbst ernähre mich seit zwei Jahren zum Großteil nach diesen Prinzipien und kann es nur empfehlen.

“Nie wieder Brot oder Nudeln?”, höre ich schon die ersten Stimmen. Habe ich das irgendwo geschrieben? Nein. Ich habe lediglich informiert, welche Prinzipien dieser Ernährungsform zu Grunde liegen und dass ich selbst zum Großteil danach lebe. Das muss natürlich keiner nachmachen.

Jeder ist seines Glückes Schmied.

Sind Sie zufrieden mit Ihrer Gesundheit, Ihrem Wohlbefinden und Ihrem Körper? Falls nicht, wie hoch ist Ihre Bereitschaft, für Ihre Ziele und Träume Veränderungen in Kauf zu nehmen? Dies könnte ein möglicher Lösungsansatz sein.

Wundern Sie sich aber nicht, wenn es Ihnen bereits nach wenigen Wochen der Anwendung besser geht, Ihr Hautbild besser wird, die Pfunde purzeln, Allergien nachlassen und Ihre Medikamentendosis verringert werden kann (falls Sie welche nehmen).

So testest du deine Erfolgschancen bei einem Fitnessprogramm

Gute Vorsätze taugen nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden.

Im Gesundheitsbereich steht dabei die Verbesserung der Körperzusammensetzung (v. a. das Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse) im Vordergrund, was meistens mit einer höheren körperlichen Fitness einhergeht.

Neben der mentalen Einstellung gehören hierzu vor allem eine Ernährungsumstellung und das regelmäßige Durchführen eines adäquaten Trainingsprogramms.

Kurz gesagt, der Lebensstil muss sich ändern.

Da dies den meisten Menschen nicht gelingt, stehen sie in einem Jahr wieder an der selben Stelle und haben sich nicht verändert.

 

Wer etwas an bzw. in seinem Leben ändern möchte, der muss zuerst sich selbst ändern, sonst bleibt alles gleich.

 

Bezogen auf die Gesundheit und die Körperfettreduktion spielt die Ernährung mit die wichtigste Rolle.

Da sich viele aber mehr auf den Teil der körperlichen Aktivität bzw. das Trainingsprogramm konzentrieren, muss dies zwangsläufig zu geringeren Ergebnissen führen.

Um hier mögliche Enttäuschungen zu vermeiden, möchte ich dir einen kleinen Test vorstellen, mit dessen Hilfe du schon vor Beginn eines neuen Fitnessprogramms deine Erfolgschancen abschätzen kannst.

Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die Ernährungsumstellung für die meisten Menschen das größere Problem darstellt. Deshalb möchte ich den Test anhand der Ernährungsumstellung erklären.

Du kannst ihn natürlich auch auf Trainingsprogramme oder alle anderen “Dinge” anwenden, die du gerne haben, sein oder machen möchtest.

Zunächst einmal solltest du dir ein Programm suchen, das nachweislich schon bei vielen anderen Menschen gute Erfolge erzielt hat.

Dann solltest du einen hohen Gelehrigkeitsindex haben. Das bedeutet, dass du eine hohe Bereitschaft und Fähigkeit aufweisen musst, um überhaupt Informationen aufnehmen, annehmen und umsetzen zu können.

Hier scheitern sehr viele und das ist auch der Grund für so viele Misserfolge im Fitnessbereich.

 

Der Gelehrigkeitsindex setzt sich aus zwei Faktoren zusammen:

1. Wissensdurst/Dringlichkeit: Wie sehr willst du etwas erreichen?

2. Opferbereitschaft: Wie hoch ist deine Bereitschaft auf wichtige Dinge zu verzichten und dich (dein Verhalten, deine Denkmuster) zu verändern?

 

Wenn wir eine Skala von 1-10 nehmen, wobei 1 für “sehr gering” und 10 für “sehr hoch” steht, lässt sich damit schnell deine Erfolgschance hinsichtlich deines Fitnessziels herausfinden.

 

Beispiel: Körperfettreduktion (was mit einer Ernährungsumstellung gleichbedeutend ist)

1. Wie groß ist dein Wunsch, dein überschüssiges Körperfett zu verlieren?

Auf der Dringlichkeitsskala solltest du wenigstens eine 9 ankreuzen können. Wenn dein Wert unter 8 liegt, solltest du dir ein anderes Ziel suchen. Bei den meisten Menschen, die einen großen Wunsch haben, ist dieser Wert sehr hoch.

2. Wie hoch ist deine Bereitschaft, auf bisher geliebte und gewohnte Dinge, Denkmuster und Verhaltensweisen zu verzichten? Auch hier solltest du mindestens eine 8-9 ankreuzen können. Andernfalls solltest du dir ein anderes Ziel suchen.

Dies ist der Knackpunkt, denn dies ist der Hauptgrund dafür, dass viele Menschen ihre Wünsche nicht erfüllt bekommen und ihre Ziele nicht erreichen.

 

Zu unserem Beispiel: Du willst also dringend weniger Körperfett haben. Hier gibst du klar den Wert 10 an.

Allerdings bist du kaum bereit dazu, deine Ernährung anders und mehr zu planen, anders einzukaufen, mehr Lebensmittel selbst und frisch zuzubereiten und auf viele gewohnte Dinge weitestgehend zu verzichten.

Du machst dir darüber Gedanken, was andere dazu sagen, wenn du in Gesellschaft bist oder ob deine Familie das so mitmacht.

Deshalb gibst du dem Faktor “Opferbereitschaft” nur maximal 4 Punkte.

Du hast also einen dringenden Wunsch (10 Punkte), bist aber kaum dazu bereit, dich für dessen Erfüllung nennenswert zu verändern (4 Punkte).

Multipliziere die Punkte, um grob deine anfängliche Erfolgschance in Prozent zu ermitteln.

In diesem Beispiel: 10 Punkte x 4 Punkte = 40 Punkte = 40% Erfolgschance

Da der zweite Wert der entscheidende ist, ist dein Gelehrigkeitsindex so gering, dass dein Misserfolg fast schon vorprogrammiert ist.

Du brauchst also gar nicht erst zu beginnen, hierfür Energie zu verschwenden.

Suche dir ein anderes Ziel oder steh` für deine Träume ein und werde opferbereiter, zumindest, bis der neue Lebensstil zur Gewohnheit geworden ist.

 

Du solltest mit einer Erfolgschance von deutlich über 50 Prozent beginnen. Wenn du erstmal angefangen hast, steigen mit den ersten Erfolgen meist auch deine Motivation, dein Glaube an das Erreichen deines Ziels, dein Wille und deine (anfängliche) Opferbereitschaft.

 

Zurück zum Abnehmwunsch:

Suche dir ein Ernährungsprogramm, das nachweislich sehr gute Erfolge hinsichtlich der Körperfettreduktion bewirkt (also etwa minus 0,6-1,0 kg pro Woche in den ersten Wochen).

Die Wahrheit ist, dass es viele sehr erfolgreiche Programme hierfür gibt.

Solange du sie zu mindestens 90 Prozent befolgst, sollte sich der Erfolg einstellen. Falls nicht, sind andere Gründe abzuklären, was z. B. im Rahmen eines Coachings möglich ist (siehe unten).

Suche dir ein Ernährungsprogramm aus, das dir am meisten zusagt und führe es mindestens 4-6 Wochen lang konsequent durch. Über die Ergebnisse werden viele sehr erstaunt sein.

Im meinem Coachingprogramm und hier ist ein flexibles Ernährungssystem eingebaut, das auf einfachen Regeln basiert, in der Art der Umsetzung aber individuell an deine Lebenssituation angepasst werden kann.

 

Hier ist eine beispielhafte Ernährungscheckliste in einer sehr einfachen Form zum täglichen Abhaken:

Ernährungscheckliste für den täglichen Gebrauch:

  • gut 0,03 Liter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht trinken (wer 75 kg wiegt, sollte also mindestens 2,25 Liter Wasser pro Tag trinken)
  • 1,2-1,5 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen (am besten mit jeder Mahlzeit Eiweiß aufnehmen; wer 75 kg wiegt, sollte also 90-112,5 Gramm Eiweiß pro Tag aufnehmen)
  • wenigstens 4-5 Portionen Gemüse essen (1 Portion = Faustgröße)
  • wenigstens 1 Portion Obst essen
  • den Konsum von Getreide- und zuckerhaltigen Produkten sowie von Alkohol stark reduzieren

 

Halte dich zu 90 Prozent an diese Checkliste und genieße dein verbessertes Wohlbefinden.

 

Falls du nicht weißt, wie du anfangen sollst, welche Vorgehensweise und welches Training für dich passen und wie du ein auf deine Lebenssituation ausgerichtetes Konzept entwickeln kannst, so dass ein aktiver und gesundheitsorientierter Lebensstil zum normalen Teil deines Lebens wird, dann helfe ich dir gerne.

Im Rahmen eines dreimonatigen Coachings helfe ich dir bei der konkreten Umsetzung, um mehr Klarheit, Fokus und eine Richtung zu bekommen, eine Strategie zu entwickeln, Bremsklötze zu erkennen und zu lösen. Bei sämtlichen Fragen und Herausforderungen würde ich dich unterstützen.

Wenn das für dich interessant klingt, dann melde dich über info@tillsukopp.de zu einem unverbindlichen Strategiegespräch an.

Wie die kPNI Ihre Gesundheit und Fitness verbessern kann

In Teil 2 des Artikels über Getreide (siehe hier) hieß die erste Empfehlung für das weitere Vorgehen:

Wiederherstellung der ‘normalen’ Organleistungen (v. a. von Bauchspeicheldrüse, Leber und Darm)“.

Nun stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, damit der ganze Körper davon gesundheitlich profitieren kann. Einige naturheilkundlich/ganzheitlich arbeitende Ärtze oder Heilpraktiker bieten das zum Beispiel an.

Ich arbeite hier mit kPNI-Therapeuten zusammen, die eine intensive Ausbildung über natürliche Heilmethoden erhalten und dadurch ein tiefes Verständnis über die Zusammenhänge der verschiedenen Körpersysteme und -funktionen erworben haben.

Die noch recht junge Wissenschaft der kPNI (= klinische Psycho-Neuro-Immunologie) geht den Ursachen von Erkrankungen und körperlichen Beschwerden auf den Grund, anstatt lediglich deren Symptome zu behandeln.

So ist z. B. ein ungünstiges Cholesterinprofil ist kein Statin-Mangelsyndrom (Statine sind Medikamente), sondern  meist die Folge eines mangelhaften Ernährungs- und Bewegungsverhaltens, was die Leber dauerhaft nicht tolerieren kann.

Typische Beschwerden, bei denen die kPNI sehr gut helfen kann:

Allergien, Energielosigkeit, Schlafstörungen, Verstopfung, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schilddrüsenprobleme, Müdigkeit, Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates (z. B. Rheuma), Diabetes, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme, u.v.m.

Wie funktioniert es?

Die Beratung nach kPNI beinhaltet ein ausführliches individuelles Anamnesegespräch von 1,5-2 Stunden Dauer. Dieses Gespräch dient dazu herauszufinden, wie Ihr Körper funktioniert und wo die tatsächlichen Ursachen für Ihre Beschwerden zu suchen sind.

Sie werden mit sehr speziellen Fragen konfrontiert, die Aussagen über die Funktion und Arbeitsweise Ihrer Organe ermöglichen, Aufschluss über Ihre Hormon- und Neurotransmittertätigkeit sowie über Ihr Immunsystem geben und Ihren Körper quasi von innen durchleuchten.

Die Auswertung und Ihre Wünsche bilden dann die Grundlage für das weitere Vorgehen, bei dem bestimmte Nahrungsmittel genutzt werden, um Ihre Beschwerden ursächlich zu lindern oder gar zu heilen.

Hier wird die Nahrung also gezielt als Medizin genutzt. In der Regel stellen sich bereits nach kurzer Zeit deutliche Verbesserungen ein.

Im Idealfall wird die Ernährungsumstellung noch durch gezielte Bewegungseinheiten ergänzt und unterstützt.

In den meisten Fällen sind nach der Beratung noch ein oder mehrere Kontrollgespräche zu empfehlen.

Ganz gleich, ob Sie Haut- oder Verdauungsprobleme haben, ein schwaches Immunsystem, Schmerzen, Entzündungen oder andere Beschwerden (siehe oben). In den meisten Fällen bietet die kPNI einen Therapieansatz an, bei dem Sie keine Medikamente benötigen oder zumindest Ihre bisherige Dosis deutlich reduzieren können.

Die Investition in eine solche Beratung wird nicht von den Krankenkassen unterstützt, lohnt sich aber wirklich, denn hier geht es um Ihre Gesundheit und nicht um Ihre Krankenkasse.

Leider gibt es noch nicht sehr viele Therapeuten. Ob es einen in Ihrer Nähe gibt, können Sie hier herausfinden: www.kpni.de (beim Land ist “DE” statt “Deutschland” einzugeben, falls in der BRD gesucht wird).

Ansonsten bietet z. B. die kPNI-Therapeutin, mit der ich hauptsächlich zusammenarbeite, die Beratungen auch über das Telefon oder Skype an. So konnten wir schon einigen meiner Klienten, die nicht im Kölner Raum wohnen, gut weiterhelfen.

Tina Steinbach können Sie hier erreichen.

 

Frühstücksalternativen zu Brot und Müsli

Die Artikel über Getreide haben wie vermutet einige verzweifelte Leser hinterlassen, die sich gefragt haben, was sie denn nun zum Frühstück essen können.

Wir haben das Luxusproblem, dass wir im Schlaraffenland leben, aber außer Brot oder Müsli keine anderen Nahrungsmittel sehen, weil wir es einfach so gewohnt sind.

Deshalb kommen hier ein paar Anregungen für alternative Frühstücksideen:

Süße Alternativen:

Süße Früstücksrezepte mit Ei (roten Link anklicken)

Bananenomelette

Zutaten:
Eier (3-4 für Frauen, 5-10 für Männer)
Zwiebel (z. B. 1 mittelgroße für 10 Eier)
Bananen (2 Bananen für 3 Eier sind eine gute Pfannenportion, 5 für 10 Eier auch)
Rapsöl
Kokosfett (Reformhaus) oder Butter
Zimt

Zubereitung:
Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in eine Schale geben. Dann Rapsöl hinzugeben u. ca. 1 TL Zimt pro Banane hinzufügen und vermengen.
Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, bis ein fast püreeartiger Brei entsteht.
Die Zwiebeln kurz in einer erhitzten Pfanne anbraten, bis sie halb gar sind, währenddessen die Eier in einer Schale verrühren. Anschließend die erhitzten Zwiebeln zum Bananenbrei geben und unterheben.
Kokosfett in die Pfanne geben, etwa 3 verrührte Eier hinzugeben und einen Eierpfannkuchen backen. Wenn der Pfannkuchen die gewünschte Farbe erreicht hat, kommt der Bananen-Zwiebelbrei darauf und der Pfannkuchen wird einmal zum Omelette umgeschlagen. Auf kleiner Stufe weiter erhitzen, bis der Bananenbrei die gewünschte Esstemperatur hat (kann auch 2 min einköcheln).
Dann essen und gegebenenfalls parallel dazu die nächste Portion zubereiten. (Empfehlenswert sind Portionen von je 3 Eiern. 10 lassen sich kaum noch in der Pfanne umschlagen…). Was übrig bleibt, kann später noch kalt gegessen werden.

Alternativer Tipp: Auch ganz lecker ist es, wenn man die Banane gleich mit in die Eiermasse einrührt und dann so in der Pfanne brät. Einfach mal ausprobieren.

Exotischer Pudding (roten Link anklicken)

Das „Durchstarter-Frühstück“

Nehmen Sie eine Banane und eine halbe weiche Avocado und zerdrücken Sie diese. Dazu schneiden Sie einen Apfel und eine Apfelsine ganz klein und mengen alles untereinander. Dann kommt je nach Geschmack saisonales Obst dazu, z. B. Heidelbeeren, Stachelbeeren, Aprikosen, Kirschen, Erdbeeren. Jetzt schneiden Sie Räucherlachs in kleine Stücke und geben ihn dazu. Dann noch ein paar Oliven und Walnüsse sowie Sonnenblumenkerne und Kokosflocken oben drauf. Fertig!

Nun haben Sie eine Portion Eiweiß und viele Vitamine, die Sie lange fit für den Tag halten und nicht schwer im Magen liegen. Für diejenigen, die keine Avocados mögen: Man schmeckt sie aufgrund ihres sehr schwachen Eigengeschmacks kaum, ansonsten lassen Sie sie einfach weg oder nehmen stattdessen ein hart gekochtes Ei.

Alternativ wäre dies auch eine Mahlzeit für den Mittag.

Bunter Obstsalat mit Nüssen

Zutaten für einen hungrigen Mann:
3-4 Portionen Obst (z. B. Apfel, Kiwi, Steinobst, Beeren, Banane, Apfelsine; 1 Portion = etwa Faustgröße)
80-150 g Nüsse (ich mag eine Mischung aus Para-, Wal-, Cashewnüssen und Mandeln)

Zubereitung:
Obst schnibbeln, Nüsse rein, vermengen, fertig – lecker!

Herzhafte Alternativen:

Natürlich kann man auch herzhafte Eigerichte morgens essen, wie Omelette oder Rührei mit Pilzen und Gemüse.

Auch Fisch (z. B. Thunfisch, Makrele, Lachs, Forelle) mit Gemüse wäre eine gute Alternative.

Bananenomelette

Zutaten:
Eier (3-4 für Frauen, 5-10 für Männer)
Zwiebel (z. B. 1 mittelgroße für 10 Eier)
Bananen (2 Bananen für 3 Eier sind eine gute Pfannenportion, 5 für 10 Eier auch)
Rapsöl
Kokosfett (Reformhaus) oder Butter
Zimt

Zubereitung:
Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in eine Schale geben. Dann Rapsöl hinzugeben u. ca. 1 TL Zimt pro Banane hinzufügen und vermengen.
Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, bis ein fast püreeartiger Brei entsteht.
Die Zwiebeln kurz in einer erhitzten Pfanne anbraten, bis sie halb gar sind, währenddessen die Eier in einer Schale verrühren. Anschließend die erhitzten Zwiebeln zum Bananenbrei geben und unterheben.
Kokosfett in die Pfanne geben, etwa 3 verrührte Eier hinzugeben und einen Eierpfannkuchen backen. Wenn der Pfannkuchen die gewünschte Farbe erreicht hat, kommt der Bananen-Zwiebelbrei darauf und der Pfannkuchen wird einmal zum Omelette umgeschlagen. Auf kleiner Stufe weiter erhitzen, bis der Bananenbrei die gewünschte Esstemperatur hat (kann auch 2 min einköcheln).
Dann essen und gegebenenfalls parallel dazu die nächste Portion zubereiten. (Empfehlenswert sind Portionen von je 3 Eiern. 10 lassen sich kaum noch in der Pfanne umschlagen…). Was übrig bleibt, kann später noch kalt gegessen werden.

Alternativer Tipp: Auch ganz lecker ist es, wenn Du die Banane gleich mit in die Eiermasse einrührst und dann so in der Pfanne brätst. Einfach mal ausprobieren.

Die dunkle Seite des Getreides – Teil 2

Der erste Teil des Artikels hat sich mit einigen gesundheitlichen Risiken eines vermehrten Getreidekonsums befasst und ist hier nachzulesen.

Im zweiten Teil soll es vor allem um die Themen Insulinresistenz, Übergewicht durch vermehrte Zucker- und Getreidezufuhr sowie um aktuelle Erkenntnisse der Sporternährung gehen.

Eine vermehrte Aufnahme von Zucker und Getreide führt zu einer erhöhten Insulinproduktion. Insulin ist das “Schlüsselhormon”, welches an den Insulinrezeptoren der Zellen andockt, um diese zu öffnen, damit Nährstoffe in die Zellen gelangen können. Zucker und Fette werden vor allem in den Muskelzellen verbrannt. Wenn die darin enthaltenen Speicher jedoch voll sind und nicht durch Bewegung entleert werden, ziehen die Zellen ihre Insulinrezeptoren ein (Downregulation) und können somit immer weniger Nährstoffe aufnehmen. Sie werden insulinresistent.

Werden dann jedoch weitere Nährstoffe über die Nahrung herbeigeschafft, muss der Körper diese als Fett einlagern, v. a. wenn durch Bewegungsmangel nichts zusätzlich verstoffwechselt werden kann.

Vereinfacht gesagt: Ist die Muskelzelle voll, dann kann auch nichts mehr eingelagert werden. Alle weiteren Nährstoffe müssen also ins Fettgewebe entsorgt werden.

Von der Insulinresistenz ist ein Großteil der Bevölkerung betroffen, insbesondere folgende Personen (nach Prof. Moltz, GSAAM, 04.-05.06.2010):

– 60-70 % der Patienten mit Adipositas

– 60-70% der Patienten mit einem pathologischen Glucosetoleranztest

– 70-80 % der Patienten mit einem Metabolischen Syndrom

– 70-80 % der Herzinfarktpatienten

– 80-90 % der Frauen mit Polyzystischem Ovarialsyndrom (Eierstockzysten, die u. a. auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen)

– 80-90 % der Menschen mit einem Typ-2-Diabetes im Anfangsstadium

– 10-30 % der Menschen mit Normalgewicht ohne erkennbare Erkrankungen

Auch Fructose (Fruchtzucker) kann eine Insulinresistenz auslösen. Schauen Sie mal auf der Inhaltsangabe Ihrer Nahrungsmittel nach. Fructose wird gerne verwendet. Daher ist es auch besser, richtiges Obst zu essen als Saft zu trinken, denn der enthält sehr viel Fruchtzucker und sehr wenig der guten bioaktiven Substanzen. Fructose erhöht dramatisch die Fettsynthese (Umwandlung von Zucker in Fett), so dass z. B. die Leber und der Bauch dadurch schnell verfetten können.

Weitere Symptome für eine mögliche Insulinresistenz:

– Akne (Bei Naturvölkern gibt es praktisch keine Pubertätsakne. Wissen Sie, wie sich ein durchschnittlicher Teenager heutzutage ernährt? Mit viel Zucker und Getreide.)

– Prämenstruelles Syndrom (zu 70-80 % liegt hier eine Insulinresistenz vor)

– Haarausfall

– Fibroma molle (weiches Fibrom)

– Gicht / Pseudogicht

– Paradontosis

– Apnoe (Atemstillstand; in einer neueren Untersuchung waren bereits 8 von 30 Kindern betroffen; aus: LUDWIG, D.: Childhood Obesity – The Shape of Things to Come, N Engl J Med 357, 23, 6 2007)

– maligne Veränderungen

– Kurzsichtigkeit (80 % der Betroffenen sind insulinresistent)

– Psoriasis (Schuppenflechte)

– Fettleber

Sämtliche Erkrankungen, bei denen Insulinresistenz eine Rolle spielt, lassen sich mit einer zucker- und getreidearmen Ernährung wirkungsvoll behandeln.

HEILMEYER (zitiert in OPOKU-AFARI et al., 2009) hat z. B. 45 seiner Typ-2-Diabetiker auf eine Low Carb-Ernährung umgestellt. Nach nur drei Wochen Klinikaufenthalt konnten knapp 90 Prozent der Patienten ihren Antidiabetikabedarf reduzieren und fast die Hälfte konnten ihre Medikamente sogar ganz absetzen. Pro Woche hatten sie knapp 1 kg Körpergewicht verloren und die Blutfettzusammensetzung signifikant verbessert.

Von kPNI-Therapeuten (kPNI = klinische Psycho-Neuro-Immunologie) erfahre ich ebenfalls regelmäßig wie sich eine Vielzahl von Erkrankungen über die Ernährung (u. a. durch eine drastische Einschränkung des Getreidekonsums) positiv beeinflussen lassen.

Es beeindruckt mich immer wieder, welche enormen gesundheitlichen Verbesserungen sich bei diversen Beschwerden durch eine Umstellung der Nährstoffzufuhr OHNE Medikamente erreichen lassen. In Kombination mit gezielter Bewegung sind die Ergebnisse häufig sogar noch besser.

Sämtliche Vergleichsstudien zeigen, dass eine getreidearme, fett- und eiweißreiche Ernährung mehr und/oder schneller Körperfett reduziert als eine getreidereiche, die fett- und eiweißarm ist.

In mehreren Studien wurde dabei nicht nur eine isokalorische Kost (beide Gruppen haben gleich viele Kalorien aufgenommen) verwendet, nein, die Untersuchungsgruppen mit der fett-eiweißreichen Kost haben sogar mehr Kalorien aufgenommen und dennoch mehr Körperfett reduziert.

Das bedeutet, dass sich die aufgenommenen Kalorien im Körper ganz unterschiedlich verhalten können, je nachdem wodurch sie hineingelangen.

Eine zucker- und getreidereiche Kost sättigt vergleichsweise wenig, führt schneller zu erneutem Hunger, zu Müdigkeit und zu vermehrter Fetteinlagerung.

Bei Sportlern wurde bisher immer das langsame bis moderate aerobe Ausdauertraining empfohlen, um den Fettstoffwechsel zu trainieren, damit dieser anteilig (nicht absolut) mehr Fett verbrennen kann. Dies hat jedoch nichts mit einem größeren Körperfettverlust zu tun.

Um die Kapazität des Fettstoffwechsels zu vergrößern, kann man auch einfach deutlich weniger Kohlenhydrate aufnehmen. Die Knappheit an Kohlenhydraten stellt für die Muskeln den notwendigen Trainingsreiz dar, um verstärkt Fette als Energiequelle zu verwenden.

Nach etwa drei bis vier Wochen sollte sich der Stoffwechsel entsprechend umgestellt haben. Während der Umstellungsphase kann es vorübergehend zu Leistungsverlusten kommen.

Das bedeutet für den Freizeit-und Breitensportler, der vor allem Körperfett verlieren möchte, dass er entgegen vieler Empfehlungen nicht erst ein mehrwöchiges langsames aerobes Ausdauertraining absolvieren muss, um mehr Enzyme des Fettstoffwechsels zu produzieren und die Mitochondrienkapazität zu erhöhen (Motochindrien = Zellkraftwerke).

Bisherige Aussage: “Zunächst musst Du ein aerobes Ausdauertraining nach der Dauermethode absolvieren, um Deinen Fettstoffwechsel zu trainieren, damit Du überhaupt mehr Fett verbrennen kannst.” Diese Aussage ist überholt und nicht mehr ganz zutreffend.

Es genügt bereits, die Kohlenhydratzufuhr (v. a. Zucker-, Getreide- und Kartoffelprodukte) über mehrere Wochen zu reduzieren und stattdessen mehr Gemüse, Eiweißprodukte und Fett aufzunehmen.

Parallel kann dann direkt mit einem individuell angepassten Kraft- und intervallartigem Training begonnen werden, dessen Belastungsintensität sich langsam erhöht. Dies liefert erfahrungsgemäß auch wesentlich bessere Ergebnisse bei der Körperfettreduktion.

Ausdauerathleten kommen natürlich an einem Training im Grundlagenbereich (aerob) nicht vorbei. Doch auch hier hat sich eine “Fettdiät” kombiniert mit einem entsprechenden Trainingsprogramm als sehr effektiv erwiesen.

In verschiedenen Studien wurde dabei die gleiche, wenn nicht sogar eine höhere Leistungsfähigkeit im Ausdauersport erzielt (KNECHTLE, B.: Kann Fatloading die Ausdauerleistung verbessern?  Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie; 53 (4): 179-184, 2005.).

Dieses Vorgehen kann auch die vermehrte Fetteinlagerung von Ausdauerathleten in den Zeiten verhindern, in denen weniger trainiert wird. Die allwinterliche hohe Gewichtszunahme von Jan Ullrich war hier ein gutes Beispiel.

Kraft- und Schnellkraftsportler können gezielt einen Tag oder wenige Stunden vor dem Training oder Wettkampf vermehrt Kohlenhydrate zuführen. Dies genügt in der Regel, um die Speicher zu füllen und ausreichend Energie für die erforderliche Leistung zu bekommen.

Leider sind die Stoffwechsel moderner Europäer die empfohlenen höheren Eiweißmengen (1,2-1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht) nicht gewöhnt, was zuweilen zu Problemen führen kann.

Deshalb ist folgende Vorgehensweise zu empfehlen:

1. Wiederherstellung der “normalen” Organleistungen (v. a. von Bauchspeicheldrüse, Leber und Darm), was eine therapeutisch-medizinische Unterstützung erfordern kann

2. Die Nutzung der verschiedenen Verbrauchsmechanismen (Bewegung, Aktivierung u. Aufbau von braunem Fettgewebe, welches Fett u. Zucker verbrennen kann)

3. “Artgerechte Nahrung”, also reichlich Gemüse, fett- und eiweißbetont, zucker- und getreidearm mit viel Wasser.

Die häufig geäußerte Angst vor einer eventuellen Überlastung der Nieren durch eine erhöhte Eiweißzufuhr kann als unbegründet angesehen werden. Sämtliche Untersuchungen an gesunden Personen konnten diese Sorge ausschließen, da die Nieren sich mit einer erhöhten Arbeitskapazität bzw. einer leichten Hypertrophie anpassen. Probleme konnten nur in Tierversuchen oder bei Nierenpatienten festgestellt werden.

Diese ganzen Erkenntnisse haben mich neben unzähligen weiteren Studien, Artikeln, Büchern, Vorträgen und Praxiserfahrungen dazu gebracht, Zucker- und Getreideprodukte vor ein paar Jahren größtenteils aus meiner Ernährung zu streichen.

Gesundheitlich und vom allgemeinen Wohlbefinden her konnte ich dadurch schon sehr profitieren und Einschränkungen meiner Leistungsfähigkeit waren nicht zu beobachten – im Gegenteil, ich verbessere mich kontinuierlich und habe die besten Blutwerte seit ich denken kann.

Dieser Artikel wurde u. a. stark durch Präsentationen von Leo Pruimboom und Tom Fox beeinflusst (Europäische Gesellschaft für klinische Psycho-Neuro-Immunologie e. V.).

Dieser Blog richtet sich v. a. an Endverbraucher. Daher sind die Artikel auch nicht in der wissenschaftlich gebräuchlichen Sprache verfasst.

Weitere Daten über die moderne Geißel Insulinresistenz (inklusive eines einfachen Tests zur Bestimmung Ihres individuellen Risikos) finden Sie in folgendem Artikel: Was Sie über Bauchfett wissen sollten (auf roten Link klicken).

Wenn Sie mehr zum Thema lesen möchten, finden Sie gute Informationen z. B. in folgenden populärwissenschaftlich geschriebenen Büchern:

CORDAIN, L.: Das Getreide – zweischneidiges Schwert der Menschheit. Novagenics, 2004.

CORDAIN, L., FRIEL, J.: Paleo Diet for Athletes. Rodale Press, 2005.

OPOKU-AFARI et al.: Mehr vom Sport! Low-Carb und LOGI in der Sporternährung. systemmed Verlag, 2009.

PRINZHAUSEN, J.: LOGI und Low Carb in der Sporternährung. systemmed Verlag, 2005. (sehr wissenschaftlich geschrieben, aber eine Fundgrube für Studien)

PINZHAUSEN, J., HERGET, M.: Das Prinzhausen-Prinzip. KVM, 2009.

WORM, N.: Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller! Mit Steinzeitdiät aus der Wohlstandsfalle. systemmed Verlag, 2004.

Hier kommen Sie zu Teil 1 des Artikels.

Wenn Sie mehr an den wissenschaftlichen Daten und Quellen zum Thema interessiert sind, finden Sie in den oben genannten Büchern eine Unmenge an Studien. Ansonsten wurde ich von vielen Lesern (wie z. B. Andrea Schüler) u. a. mit folgenden Quellen versorgt, die bei der Argumentation zum Thema hilfreich sein können (einfach die roten Links anklicken):

Robb Wolf

Paul Jaminet: Wheat & Leaky Gut

Mark Sisson: Why grains are unhealthy

Nach dem Vortrag von Dr. David Diamond von der Universität Florida weiß man, was das McGovern Committee, Ancel Keys sowie die beteiligten Industrien angerichtet haben mit ihren gesundheitsschädlichen Empfehlungen. Einige große medizinische Organisationen tragen mit ihren Empfehlungen ebenfalls dazu bei, überholtes Wissen zu vermitteln.

Gary Taubes: It was all a big fat lie (der Irrtum über Fett, Fleisch und Kohlenhydrate)

Walter Bortz II, M.D., Clinical Associate Professor of Medicine at the Stanford School of Medicine.

Aus dem Inhalt: “Bortz argues that the financial interests of biotech and drug companies have distorted the healthcare system. Thanks to them, medicine today is economically motivated to treat disease rather than to prevent it. The medical-industrial complex has a vested interest in keeping us sick, and until that changes medicine will fail to effectively address the leading cause of disability and mortality today: chronic diseases like diabetes that are largely preventable. “

Dr. Phinney: Körperzellen kommen gut ohne Brot und mit wenig Kohlenhydraten aus, auch im Ausdauersport:

“Carbohydrate restriction is the proverbial ‘silver bullet’ for managing insulin resistance, metabolic syndrome and type-2 diabetes. Restricting carbohydrate improves blood glucose and lipids while reducing inflammation, all without drugs. Dietary saturated fat is not a demon when you are low carb adapted. Dietary sugars and refined starches are not needed to feed your brain or fuel exercise.”

Bücher von Dr. Phinney

Ein bisschen ist die Aufklärung auch in Deutschland angekommen. Zum Beispiel im Deutschlandradio (Sendung vom 22.12.2009):
Keine Angst vorm Weihnachtsbraten! Der Cholesterinschwindel und das Märchen vom falschen Fett (Von Anna Dünnebier und Gert von Paczensky)

“Ein Heer von Ärzten erteilt uns verhängnisvolle Ratschläge, was wir essen und trinken sollen. Verstärkung liefert ein Chor von Ernährungsberatern. Die fördern den Wahn, dass mager gesund sei, und propagieren nutzlose, oft gefährliche Diätkuren. Die Argumente liefern die Pharma- und die Ernährungsindustrie. Da geht es allerdings weniger um Gesundheit oder Geschmack als ums Geld. Für unnütze und teure Verordnungen und Medikamente zahlen wir ständig mehr. Cholesterin schadet uns angeblich. Das ist längst wissenschaftlich widerlegt. Dazu kommt die Mär vom falschen Fett. Natürliches Fett wie Butter sei abzulehnen. Mit beiden Behauptungen gefährden Mediziner unsere Gesundheit, der sie doch in Wirklichkeit helfen sollen.”

(Der ganze Beitrag ist urheberrechtlich geschützt, kann aber für private Zwecke auf www.dradio.de/download gefunden werden.)

„Wheat Belly“, das Buch von Kardiologe Dr. William Davis, ist nach Erscheinen gleich auf Platz sieben der New York Times Bestsellerliste geschossen. Die Gesundheit seiner Patienten verbesserte sich unglaublich, wenn sie auf Getreide verzichteten.
Ernährungswissenschaftler Chris Masterjohn, PHD cand., University of Connecticut, hat sich das Buch angesehen und beschreibt, wo Davis mit seinem Feldzug gegen Weizen Recht hat und wo er übertreibt bzw. unfundierte Behauptungen aufstellt.

Masterjohn: “While there is no doubt that there are people who should avoid wheat altogether, I am left with doubts about whether all wheat past the point of einkorn and emmer must be banished from the human diet in order to lead the majority of us back to health. (…)
But I do agree that the processed junk Dr. Davis calls “wheat” should be purged from the diet, that the development of dwarf wheat has taken its toll on us, and that we should steer clear of the packaged foods and meet Dr. Davis for a pow wow in the produce aisle.”

Die dunkle Seite des Getreides – Teil 1

Getreide wird uns seit langer Zeit als gesund verkauft. Laut vieler “offizieller” Ernährungsempfehlungen soll es den Großteil der Ernährung ausmachen.

Wenn man sich jedoch einmal genauer mit den wissenschaftlichen Daten über Getreide beschäftigt, dann dreht sich das vermeintlich vorhandene Ernährungswissen häufig um 180 Grad und eine kleine Welt kann über einen zusammenbrechen.

Dies ist mir vor gut 10 Jahren passiert, als mein damaliger Professor von einem Kongress des National Instituts of Health (NIH) aus den USA zurückkam. Er sagte mir, dass die neuen wissenschaftlichen Daten zeigten, dass die ganze Hysterie über fettreiche Ernährung weitestgehend unbegründet zu sein scheint und viele grundlegende Ernährungsempfehlungen, die er seit Jahrzehnten gelehrt hat, über den Haufen geworfen werden müssten.

Zitat: “Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich mich verhalten soll. Da kommt man sich doch regelrecht verars…t vor.”

Aus gesundheitlicher Sicht ist ein erhöhter Konsum von Zucker und Getreide wesentlich gefährlicher als ein hoher Fettkonsum. Dies soll hier etwas näher erläutert werden.

LUTZ  hat mit seinen verschiedenen Büchern schon ab 1967 – also lange vor ATKINS –  die Vorteile einer kohlenhydratarmen Ernährung herausgestellt.

1999 haben Willet et al. die revolutionären Ergebnisse der Nurse`s Health Study veröffentlicht – eine Studie, die seit Jahrzehnten den Lebensstil von ca. 88.000 Krankenschwestern verfolgt. Die Ergebnisse hat Willet für den Laien im Buch “Eat, drink and be healthy” im Jahr 2000 veröffentlicht.

Einige der Inhalte waren: Ein hoher Konsum von Zucker- u. Getreideprodukten birgt ein höheres Gesundheits- u. Sterblichkeitsrisiko als ein hoher Fettkonsum.

Der Verzehr von Milchprodukten hat keinen positiven Einfluss auf die Knochendichte und ist hier praktisch wirkungslos.

Ein erhöhter Konsum von Eiern hat keinen negativen Einfluss auf die Cholesterinwerte.

1999 veröffentlichte CORDAIN den Klassiker “Cereal Grains: Humanity`s Double-Edged Sword”, der 2004 ins Deutsche übersetzt wurde (“Das Getreide – zweischneidiges Schwert der Menschheit”). Untertitel: “Unser täglich` Brot macht satt, aber krank. Ernährung mit Getreideprodukten kann die Gesundheit ruinieren.”

Zusammenfassend stellt er dabei heraus, wie der vermehrte Verzehr von Getreideprodukten folgende Krankheiten auslösen und/oder fördern kann:

– Vitamin & Mineralstoffmängel

– Störungen im Fettstoffwechsel

– Autoimmunkrankheiten (z. B. Typ-1-Diabetes, Rheuma)

– Allergien – Schizophrenie & neurologische Störungen (z. B. Epilepsie)

– Koronare Herzerkrankung

– Krebs (Krebszellen ernähren sich von Zucker

– leider wird dies bei der Krankenhauskost von Krebspatienten selten berücksichtigt und wenige Ärzte sprechen dieses Thema bei ihren Krebspatienten an. Deshalb kommt weiterhin meist Brot auf den Tisch.)

– Osteoporose

Würden diese Erkrankungen als mögliche Nebenwirkung auf einem Medikamentenbeipackzettel stehen, dann würde das sicher kaum ein Mensch einnehmen. Tatsächlich nimmt jedoch der Großteil der Bevölkerung dieses “Medikament” mehrmals täglich in großen Mengen auf.

Da ist es nicht verwunderlich, dass wir trotz eines reduzierten Fettkonsums immer dicker und kränker werden.

Der zunehmende Bewegungsmangel spielt natürlich ebenfalls eine Rolle.

In den letzten 10 Jahren kamen dann unzählige neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Getreide heraus, von denen ich hier einige beispielhaft nennen möchte, die ich besonders interessant fand.

Erhöhter Getreidekonsum birgt die Gefahr einer niedriggradigen Entzündung im Körper, die unser Immunsystem ständig beeinträchtigt, was wiederum eine Reihe von krankmachenden Prozessen fördern kann.

Eine sogenannte “low grade inflammation” ist gekennzeichnet durch leicht erhöhte Entzündungsmarker, bezieht sich im Wesentlichen auf viszerale Strukturen/Metabolismen und zeigt “keine” klassischen Entzündungszeichen.

Die meisten Getreidesorten sowie Kartoffeln, Reis und Hülsenfrüchte enthalten Lectine, welche dafür bekannt sind, die Darmwand, vereinfacht gesagt, “porös” und somit durchlässig für sämtliche Stoffe zu machen, die in unserem Blut nichts zu suchen haben (z. B. bestimmte Viren, Bakterien).

Hier ist eine kurze Beschreibung aus  Dr. J. Bowdens Buch “The 150 Healthiest Foods on Earth”:

“Lectins are substances contained in grains that originally evolved to fight off insect predators. But a portion of lectin can actually bind with tissues in our body and create problems.

A highly respected researcher at the University of Colorado, Loren Cordain, Ph. D., published a paper in the British Journal of Nutrition detailing a theory that dairy foods, legumes, grains and yeast may be partly to blame for rheumatoid arthritis and other autoimmune diseases in genetically susceptible people, due in part to the lectin molecule.

According to Cordain, the lectins in food are known to increase intestinal permeability- they allow partially digested food proteins and remnants of gut bacteria to spill into the bloodstream.

Cordain calls lectins “cellular Trojan horses.” They make the intestines easier to penetrate, impairing the immune system’s ability to fight off food and bacterial fragments that leak into the bloodstream.”

Vereinfacht gesagt, macht also ein erhöhter Verzehr von Getreide, Reis, Kartoffeln und Hülsenfrüchten unseren Darm kaputt und uns anfälliger für eine Vielzahl an Erkrankungen.

Ein Kind aus meinem Bekanntenkreis hatte zu hohe Cholesterinwerte, worauf ihm die Ärztin eine fettarme Ernährung empfohlen hat. Das heißt einfach übersetzt: mehr Getreide.

Cholesterin ist Teil des angeborenen Immunsystems und erhöht sich besonders, wenn viele Bakterien (v. a. Streptokokken) durch den porösen Darm eindringen können…

Wer seine Blutfettwerte schnell verbessern will (Triglyceride, Gesamt- u. LDL-Cholesterin senken, HDL-Cholesterin erhöhen), sollte wenig Zucker- und Getreideprodukte essen und sich gemüse- und fett-eiweißreich ernähren.

Parallel dazu ist Bewegung im hohen Intensitätsbereich zu empfehlen. (Anmerkung: Jogging ist nicht intensiv und bringt verglichen mit intensiven Trainingsmethoden, wie sie hier im Blog empfohlen werden, wenig bis keinen nennenswerten Nutzen für die Verbesserung der Blutfette).

Wenn man bedenkt, dass unser Immunsystem seinen Hauptsitz im Darm hat und nach der Geburt noch viele Jahre benötigt, um voll entwickelt zu sein, dann können wir uns vorstellen, was ein erhöhter Getreidekonsum mit dem Darm und unausgereiften Immunssystem unserer Kinder anstellen kann. Somit sind auch die “kindgerechten” Ernährungsempfehlungen zu überdenken.

Laut eines Vortrags, den ich dieses Jahr gehört habe, leiden bereits ca. 80 % der Europäer unter dem “Hyperpermeabilitätssyndrom” des Darmes (“leady gut syndrome”), haben also einen porösen (“kaputten”) Darm.

Bei etwa einem Drittel bis zur Hälfte aller Autoimmunerkrankungen kann dieses Syndrom als eine Ursache angesehen werden. Bei Jägern und Sammlern ist es nicht zu finden.

Schaut man sich das Vordringen des Ackerbaus von Afrika bis nach Nordeuropa an, dann ist zu erkennen, dass viele der mit einem erhöhten Getreidekonsum assoziierten Erkrankungen den gleichen Weg genommen haben.

Auch Karies tritt erst seit ca. 12.000 Jahren gehäuft auf und zwar überall dort, wo vermehrt Getreideprodukte gegessen werden.

“Aber Getreide ist doch gut für die Verdauung” ist ein häufiges Argument. Nun, nur weil es unten wieder schnell raus kommt, bedeutet das nicht, dass dies positiv zu bewerten ist. Es liegt vielmehr daran, dass der Körper es aufgrund der häufig bereits vorhandenen leichten Entzündung auf der Darmoberfläche schnell wieder loswerden will.

Anders ausgedrückt: Er will kein Getreide in sich haben und schmeißt es schnell wieder raus.

Ballaststoffe sind wichtig, können aber z. B. auch über reichlich Gemüse und Nüsse aufgenommen werden.

“Aber Vollkorngetreide ist doch gesund.” – Ganz kurz: nein.

Getreide ist Getreide und die Vollkornvariante, die uns seit Jahren für besonders gesund verkauft wird, ist in der Tat noch schlimmer als Weißbrot – bumm, das meinte ich mit der 180 Grad-Drehung zu Beginn des Artikels.

Brot ist prinzipiell nichts anderes als gebackener Zucker. Weißbrot erhöht zwar schnell den Blutzucker mit einer entsprechend hohen anschließenden Insulinproduktion, verbunden mit einer schnellen und langanhaltenden Fetteinlagerung, doch bezogen auf die absolut enthaltene Menge an Kohlenhydraten wird bei Vollkornprodukten insgesamt genauso viel Insulin produziert, wenn auch über einen längeren Zeitraum.

Weißmehlprodukte enthalten fast keine darmschädigenden Lectine mehr (eigentlich enthält Weißmehl praktisch überhaupt nichts mehr). Da Vollkornprodukte noch besonders viel Lectine erhalten, kann sich deren negative Wirkung auch am besten entfalten.

Biovollkorn ist übrigens auch nicht besser. Hinzu kommt, dass im (Bio-) Mehl nicht selten Schimmelpilze (Mykotoxine) zu finden sind, die durch den Backvorgang nicht zerstört werden und sich im Körper anreichern können.

Diese Erkenntnis bedeutet jetzt keinen Freifahrtsschein für Weißmehlprodukte, aber wenn es schon mal Brot, Nudeln oder Reis geben soll, dann wäre die Nichtvollkornvariante die bessere Wahl. Noch besser wäre es natürlich, auf diese “Sättigungsbeilage” ganz oder weitestgehend zu verzichten und sich am eigentlichen Hauptgericht richtig satt zu essen – also an der Eiweiß- und Gemüseauswahl. Das hält übrigens auch länger satt.

Warum wird uns dann Getreide immernoch empfohlen?

Es ist ein günstiges Nahrungsmittel, hat bezogen auf das Volumen einen geringen Sättigungsfaktor, so dass man schon recht bald erneut etwas essen muss und Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie verdienen damit sehr viel Geld.

Hinzu kommt, dass es einige Organisationen, die Ernährungsempfehlungen ausgeben, anscheinend nicht über`s Herz bringen zuzugeben, dass sie sich geirrt haben (oder einfach zu eng mit der Landwirtschaftslobby verbunden sind).

Eine Doktorarbeit aus den USA hat sich mit der gesundheitlichen Wirkung von Frühstückscerealien befasst. Sie wissen schon, u.a. die mit der schicken Ernährungspyramide auf der Rückseite, die uns zeigt, dass wir ganz viel Getreide kaufen und essen sollen.

Nach der Auswertung sämtlicher Ergebnisse kam die Autorin zu dem nüchternen Schluss, dass das Gesündeste an Frühstückscerialien die Verpackung sei. Essen Sie also besser nur den Pappkarton, dann bekommen Sie wenigstens noch etwas Ballaststoffe.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Getreidekonsum der Menschheit einen großen Dienst erwiesen hat, da das Hungerproblem zum Teil gelöst werden konnte.

So war es möglich, dass sich die Kultur und die Zivilisation schneller entwickeln konnten. Es entfiel einfach eine Menge Zeit, die bisher zum Jagen und Sammeln von Nahrung benötigt wurde. So war es möglich, sich mehr um andere Dinge zu kümmern.

Wenn man sich jedoch all die damit verbundenen gesundheitlichen Nachteile anschaut, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass ein erhöhter Konsum von Getreide den meisten Menschen nicht empfohlen werden kann.

Tatsächlich wird Getreide vom Körper nicht benötigt. Das hören die Deutschen natürlich nicht gern, denn unser Land scheint das einzige in der Welt zu sein, dessen Bevölkerung nicht weiß, was man außerhalb von Brot überhaupt essen kann. Deshalb fahren wir auch so gerne in Robinson Clubs – weil es dort Unmengen an Brotsorten gibt.

Die meisten Menschen haben noch die steinzeitlichen Gene in sich und würden gesundheitlich mehr von einer Ernährungsform profitieren, wie sie vor dem Ackerbau, also vor gut 10.000 Jahren, erfolgte.

Übertragen auf den heutigen Alltag bedeutet dies: Reichlich Gemüse, fett- und eiweißbetont, zucker- und getreidearm mit viel Wasser.

Je mehr und je intensiver Sport betrieben wird, desto mehr scheint der Körper zwar Getreide vertragen zu können, doch auch hier zeigen die neueren Erkenntnisse, dass sehr viele Sportler ebenfalls von einer getreidearmen Ernährung profitieren können und mit viel weniger Getreide auskommen als bisher angenommen wurde.

Teil 2 befasst sich mich mit den Themen Insulinresistenz, Übergewicht und neuen Erkenntnissen aus der Sporternährung.

Hier gelangen Sie zum zweiten Teil.