In der TV-Sendung "Abenteuer Leben" wurden einige gängige Sportmythen unter die Lupe genommen (Sendung vom 19.06.13). Dabei wurde unter anderem auch in der Primal Fitness Box in Köln gedreht.
Kleine Anmerkungen dazu:
Die Aussage, dass ich nicht viel von Hanteln halten würde, stimmt nicht, im Gegenteil. Aber Hanteln sind kein Muss, wenn es um Muskelaufbau geht.
Je nach Trainingsform kann auch ein intensiveres Training morgens nüchtern erfolgen, z. B. ein Krafttraining.
Es gibt verschiedenste Trainingsmethoden und Trainingsgeräte, um Ziele zu erreichen. Wichtiger sind jedoch die dahinter stehenden, übergeordneten Prinzipien, denn durch sie werden neben weiteren Faktoren die Trainingsinhalte und eventuell verwendeten Geräte festgelegt.
Methoden gibt es viele, Prinzipien gibt es wenig.
Methoden ändern sich immer wieder, Prinzipien selten bis nie.
Warum ich das Dynamic Variable Resistance Training (D.V.R.T.) besonders für die Steuerung von Gruppen- und Personal Training für ein hervorragendes System halte, ist in diesem Artikel nachzulesen:
Kettlebells werden als Trainingsgerät immer bekannter. Verschiedene Supermarktketten hatten schon welche im Angebot und auch die Werbung für Sportkleidung möchte modern wirken, indem sie den Models Kettlebells in die Hand drückt.
Peinlich wird es allerdings, wenn die Sportmodels vorher noch nie dieses Trainingsgerät in der Hand hatten, das viel älter ist als die Langhantel.
Im folgenden Bild habe ich diesen Fauxpas in der Werbung bei einem Sportgeschäft entdeckt:
Kettlebells sind keine Gewichte, mit denen man die gleichen Bewegungen durchführt, wie mit Kurzhanteln. Sie werden vor allem dazu verwendet, um den ganzen Körper einheitlich hinsichtlich Koordination, Kraft, Explosivität und Ausdauer zu schulen.
Das männliche Model im Bild versucht einen Bizeps-Curl mit einer Kettlebell. Dafür sind Kettlebells nun gar nicht gemacht und wer es einmal ausprobiert (warum auch immer), wird dies aufgrund der Hebelverhältnisse bzw. des anderen Massenschwerpunkts schnell feststellen.
Was das weibliche Model im Bild mit der Kettlebell macht, ist mir noch nicht ganz klar. Eventuell möchte sie eine Pose des Überkopfdrückens darstellen. Ihre Version würde ich jedoch höchstens mit einem guten Motorradhelm nachmachen, da sonst ernsthafte Gesichts-, Kopf- oder Schulterverletzungen drohen. Beim Überkopfdrücken muss der Körper der Kettlebell an der Unterarmaußenseite anliegen. Alles andere funktioniert mit nennenswertem Gewicht nicht und ist sehr gefährlich.
Fazit:
Die Industrie hat erkannt, dass Kettlebell-Training ein Zukunftsmarkt ist, der aufgrund der Effektivität des Trainings viele begeisterte Anhänger hervorbringen wird.
Hüten Sie sich allerdings davor, sich den Umgang mit Kettlebells selbst anzueignen, wenn Sie nicht extrem bewegungsbegabt sind. Selbst in diversen Trainerveranstaltungen ist regelmäßig noch teilweise erheblicher Technikschulungsbedarf zu sehen. Suchen Sie sich einen zertifizierten Kettlebell-Instructor eines anerkannten Anbieters und lassen Sie sich von ihm/ihr mittels Personal Training, eines Workshops oder Seminars einweisen.
Diese Investition lohnt sich sehr, denn sie verkürzt drastisch Ihre Lernkurve bei der sauberen und sicheren Technikausführung, was schnellere Ergebnisse bringt und vor langwierigen Verletzungen schützen kann. Nutzen Sie die individuelle Fehlerkorrektur, die Ihnen viele Feinheiten, Kniffe und Aha-Momente bei der Bewegungsausführung garantiert, welche Sie alleine nur schwer erkennen oder herausfinden können.
Diese Erkenntnisse lassen sich dann natürlich auch auf andere Bewegungen oder Trainingsmethoden gewinnbringend übertragen, z.B. Bodyweight Training, Sandbags, Langhanteln, Slingtrainer u.v.m.
Die von kettlebellfitness.de ausgebildeten Trainer haben eine der anerkanntesten und beliebtesten Kettlebell-Ausbildungen im deutschen Sprachraum absolviert und können Ihnen schnell und sicher dabei helfen, den Umgang mit Kettlebells zu erlernen.
Aktuelle Kettlebell-Seminartermine für Deutschland und Österreich finden Sie hier:
Die Platzhalterseite der Primal Fitness Box in Köln konnte nun endlich von einer anschaulicheren Website abgelöst werden.
Daher startet die neue Seite direkt mit einem informationen Artikel über Bootcamps, funktionelles Gruppentraining und was sonst noch in dieser Art gerade auf den Markt drängt.
Vorab: Ich mag das Laufen. Es ist eine schöne, natürliche und grundlegende Bewegungsform. Ich möchte aber den Menschen helfen, die glauben, dass Laufen an sich eine sehr gute Methode sei, um die Fitness, die Gesundheit und die Körperzusammensetzung zu verbessern.
Die Wissenschaft und die Praxis haben hier jedoch klar festgestellt, dass die gewünschten Effekte, bezogen auf den nötigen Zeitaufwand und die Verletzungsgefahr sowie im Vergleich zu anderen Trainingsmethoden, eher gering ausfallen.
Wer Spaß am Laufen hat oder an Laufwettbewerben teilnimmt, sollte unbedingt weiter laufen, aber parallel ein funktionelles Ausgleichstraining zur Verletzungsprophylaxe und zur Verbesserung der Laufleistung durchführen.
Wer wenig Freude beim Laufen empfindet und vor allem an guten Fitness-, Gesundheits- und Körperformungsergebnissen interessiert ist, sollte sich eher den hier im Blog vorgestellten Trainingsformen zuwenden.
Dieser Artikel soll diejenigen motivieren, die gerne körperlich fitter sein möchten, aber zum Laufen keine Zeit oder keine Lust haben.
Gerade kam eine schöne Erfolgsgeschichte eines Lesers herein, die ich hier als Motivation gerne vorstellen möchte:
"Dank ihres Blogs habe ich Interesse am dem Training mit Ketttebell und dem eigenen Körpergewicht gewonnen. Lange Zeit war ich als als Ultraläufer aktiv und habe , eigentlich untypisch, ausgiebig Krafttraining betrieben.
Der zeitliche Input stand jedoch nicht mehr im Verhältnis zum gesundheitlichen Output. Es war also an der Zeit etwas zu ändern. Auf der Suche nach Bodyweight Exercises (BWE) bin ich auch auf ihre Seite gestoßen und somit auch bei dem Thema Kettlebell. Von ihrem Buch über BWE war ich begeistert. Es folgten Bücher und Videos über Kettlebell etc.
Das ist nun alles schon ein Jahr her. Überzeugt von den englischen Studien über die VO2max Effizienz (Anmerkung: Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme als Bruttokriterium der organischen Leistungsfähigkeit) vom Kettlebell-Training habe ich seit einem Jahr keine nennenswerten Läufe mehr absolviert.
Joint Mobility, Bodyweight Exercises, Slingtraining und Kettlebells prägen nun meinen Alltag. Der Zeitinput steht nun in einem gesunden Verhältnis zum gesundheitlichen Output.
Ich fühle mich mit meinen 45 Jahren topfit. Daher habe ich heute einen Test für mich absolviert. Ohne vorheriges Training einen Halbmarathon zu laufen. Kondition und Kraft waren top. Der durchschnittliche Pace lag bei 5:20 min pro km. Keine besondere Leistung, aber alles ohne gesundheitliche Probleme.
Für mich bestätigen sich in der Praxis nun die Ergebnisse der Studien, begleitet von einer gesunden Ernährung.
Vielen Dank für ihr Engagement in ihrem Blog. Sie haben mir sehr geholfen. Viel Erfolg auch weiterhin mit ihrer primal fitness box." Olaf, Berlin
Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Training!
Alle genannten Trainingsformen lassen sich natürlich auch wunderbar draußen in der Natur bzw. an der frischen Luft durchführen.
Im Juni kommt Coach Steve Maxwell wieder nach Köln in die Primal Fitness Box, um dort fünf Seminare anzubieten. Seit Jahren lerne ich von ihm und jedes Jahr bringt er neue Seminarinhalte mit, da auch Steve nicht müde wird, ständig hinzuzulernen und neue Konzepte und Ideen zu testen.
Daher werden auch seine Seminarinhalte jedes Jahr aktualisiert.
Im Vergleich zum letzten Jahr ist er jetzt noch leichter, beweglicher und stärker (bezogen auf das Körpergewicht). Das Thema Atmung spielt in seinen Konzepten eine größere Rolle als je zuvor, da hierdurch die Gesundheit, die Regeneration und die Leistungsfähigkeit erstaunlich verbessert werden kann.
Zusätzlich hat er seine Ernährung umgestellt und isst – wie zunehmend mehr Sportler und Trainer – nur noch zwei bis drei Mal am Tag.
Als Ergebnis des stetigen Lernens und Optimierens schläft er nun noch besser und fühlt sich rundherum vitaler und wohler. Er ist physisch und psychisch in der besten Form seines Lebens – im Alter von 60 Jahren.
"The seminars this past weekend in New York City were fantastic. Steve amazes and inspires me even after all these years." Soon, Alma (Philadelphia)
Kürzlich habe ich in einem Blogartikel das D.V.R.T.™-System vorgestellt (siehe hier).
Heute möchte ich näher auf die Inhalte der Trainerzertifizierung in diesem System eingehen, weil es im deutschen Sprachraum noch nicht sehr bekannt ist.
Hierbei geht es nicht um den Umgang mit dem Ultimate Sandbag, sondern um ein sehr strukturiertes und vielfältiges Trainingssystem, das den Körper stabilisiert, kräftiger, schneller/explosiver, ausdauernder und beweglicher macht, während er funktionell in allen Bewegungsebenen und in alle Richtungen bewegt wird.
Dies führt neben einer hohen Fitness und Athletik zu einer sehr guten Übertragbarkeit auf Alltags- und Sportbewegungen.
Natürlich ist auch der sehr erfolgreiche Einsatz in der (orthopädischen) Rehabilitation längst bekannt, da das System dort seinen Ursprung hatte. Seitdem wurde und wird es von Physiotherapeuten und Athletiktrainern kontinuierlich weiter entwickelt.
Einen kleinen Vorabeinblick in die Zertifizierungen gibt es hier:
Die Instructor-Zertifizierung gliedert sich in zwei Teile, Level 1 und Level 2.
Inhalte und Konzepte, die in der D.V.R.T.™ Level 1 Ausbildung vermittelt werden:
Besonderheiten des Sandbagtrainings
grundlegende Bewegungsmuster
Grundlagen des Stabilitätstrainings, v. a. in der Sagittalebene
aktiv-dynamisches Aufwärmen/Movement Preparation und das Entwickeln von Hüftmobilität
Anheben, Kniebeugen, Überkopfdrücken und weitere wesentliche Übungen zur Steigerung der Kraft und Ausdauer
Unterschiede zwischen Kniebeugen und Hüftbeugen (squatting vs. hingeing)
Arbeiten in verschiedenen Ebenen
Rumpfstabilität und Antirotationstraining
viele Möglichkeiten der Übungsprogression und -regression
Einstieg ins Explosivkrafttraining (Powertraining)
Erkennen und Korrigieren von Bewegungsfehlern
Grundlagen der Trainingsplanung und -gestaltung
Beispiele:
Wann verwende ich welche Griffe am Ultimate Sandbag und warum?
Wie kann ich jemanden im Krafttraining schrittweise vom Parallelstand an die einbeinigen Übungen heranführen?
Wie kann das horizontale Drücken erlernt werden und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor man sich ans Überkopfdrücken heranwagen sollte?
Welche typischen Fehlerquellen oder Kompensationsmuster müssen bei den verschiedenen Übungen erkannt und ausgeschaltet werden, um sicheres, effektives Trainieren zu gewährleisten?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor beim vorgebeugten Rudern das Gewicht erhöht werden sollte?
Warum sollte man noch keine Cleans oder Snatches durchführen, solange das vorgebeugte Rudern noch nicht beherrscht wird?
Mit welchen Übungen kann man den Körper dazu zwingen, die richtigen Muskeln für die jeweilige Übung zu aktivieren und einzusetzen?
Wie kann man viel Arbeit in kurzer Trainingszeit verrichten und dabei dennoch intensiv auf die Ausführungstechnik (Bewegungsqualität) achten?
Wie lassen sich zeiteffiziente hocheffektive Trainingsprogramme erstellen, die nebenbei auch noch die Bewegungsfehler des Trainierenden korrigieren?
Konzepte, die in der D.V.R.T.™ Level 2 Ausbildung vermittelt werden:
Level 2 baut logisch auf den Inhalten der Level 1 Ausbildung auf und befasst sich neben vielen neuen Übungsmöglichkeiten vor allem mit den Konzepten und Prinzipien des Systems, damit der Trainer hierfür ein noch tieferes Verständnis bekommt, um noch noch bessere Erfolge bei sich und seinen Klienten zu erzielen.
Hier erlernen die Teilnehmer wie und warum im D.V.R.T.™–System das Training gleichzeitig die Korrektur von Bewegungseinschränkungen hinsichtlich der Beweglichkeit und Stabilität darstellen kann.
Nachdem in der Level 1 Zertifizierung die Grundlagen des D.V.R.T.™–Systems erarbeitet wurden, werden im Level 2 Seminar immer komplexer werdende Übungen für den Ober- und Unterkörper in allen Bewegungsebenen und in alle Richtungen durchgeführt.
Komplexere Bewegungsmuster werden durch drei Mittel eingeführt:
Mehrere Bewegungsebenen: nachdem in Level 1 vor allem in der Sagittalebene gearbeitet wurde, kommen nun verstärkt die Frontal- und Transversalebene bei den Bewegungen hinzu.
Rotation: Das Endziel ist, sich in allen Ebenen sicher und stabil bewegen zu können und zu lernen, wie man auch in aus instabileren Positionen heraus Kraft erzeugen kann. Das bereitet den Trainierenden besser auf Alltags- und Sportbewegungen vor. Daher liegt ein Schwerpunkt in Level 2 im Bereich der Rotations- und Antirotationsübungen, die in anderen Trainingssystemen häufig zu kurz kommen.
Vergrößerung der Hebelkraft bei Verringerung der Stabilität: eine der Hauptmethoden, um die Intensität bzw. den Anspruch einer Übung zu erhöhen, besteht in der Verringerung der Stabilität innerhalb einer Übung. Ein zu großer Schritt in Richtung Instabilität kann jedoch eine starke Verringerung der Bewegungsqualität und der Kraftentfaltung verursachen. Deshalb gibt es im D.V.R.T.™ auch eine sehr systematisierte Herangehensweise, um die Stabilität bei den Übungen schrittweise zu verringern. Dies ist ein wesentlicher Hauptbestandteil in der Level 1 Ausbildung.
Die vielfältigen Kombinations- und Variationsmöglichkeiten, die in Level 2 erlernt werden, ermöglichen schließlich u. a. auch das Durchführen von weit über 100 neuen Übungen.
Inhalte sind u.a.:
Besonderheiten des D.V.R.T.™–Systems
Screening-Methoden
aktiv-dynamisches Aufwärmen
neue Übungen und viele Kombinationsmöglichkeiten zur Steigerung der Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit
Stabilitätstraining für Fortgeschrittene
bewegen und trainieren in der Frontal- und Transversalebene
lernen, die stabile Schulter in alle Richtungen zu bewegen
Vertiefung der Unterscheidung zwischen Knie- und Hüftbeugeübungen (squatting vs. hingeing)
viele Möglichkeiten der Prog- und Regression von Übungen
Einführung weiterer Trainingshilfsmittel/-geräte und deren Kombinationsmöglichkeiten mit dem Ultimate Sandbag
Vertiefung der Grundlagen zur Trainingsplanung und -gestaltung
Warum Sie D.V.R.T.™ Instructor werden sollten:
Diese Ausbildung beinhaltet weit mehr als lediglich für den sicheren Umgang mit Sandbags zertifiziert zu werden. Daher ist man nach Bestehen der Prüfungen auch nicht einfach nur „Sandbag-Trainer“, sondern „zertifizierter D.V.R.T.™ Instructor“.
Sandbags gehören zu den vielseitigsten Trainingsmitteln.
Besonders bekannt ist das Training für seine Effektivität bei Rotationsbewegungen und die enorme Rumpfstabilität, die es bewirkt.
Das Sandbag-Training ist eine der effektivsten Möglichkeiten zur Gelenkstabilisierung und zum Aufbau funktioneller Kraft für den Sport und den Alltag.
Sie bieten Ihren Kunden mit diesem Training einen höheren Kalorienverbrauch pro Zeiteinheit trotz niedrigerer Gewichte im Vergleich zu anderen Methoden.
Das Training ist abwechslungsreich und macht viel Spaß.
Das sagen bisherige Absolventen über diese Ausbildung:
„Diese sehr gute Ausbildung hatte viel Praxis, eine gute Struktur und ein optimales Pausen-Belastungsverhältnis. Mit nach Hause nehme ich vor allem die vielen Progressions- und Regressionsstufen für die unterschiedlichen Leistungslevel von Coachies im Gruppentraining.“ Markus Bremen
„Eine sehr gute Ausbildung in kleiner Gruppe mit gutem Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Besonders hat mir gefallen, dass das vermittelte Wissen sofort am Kunden anwendbar ist und viele umfangreiche Progressionen enthält.“ Jörg Möller
„Neben den vielen Übungen hat mir an dieser Ausbildung vor allem gefallen, dass ich viele Progressionen kennengelernt habe, ohne das Gewicht des Trainingsgeräts verändern zu müssen. Das Seminar war sehr gut, kurzweilig und bot gute Erklärungen.“ Hendrik Berner
„Dr. Till is very knowledgeable on the subject of sandbags, and he taught the course in a way that was easy to understand. It flowed very well and he gave good examples of what not to do and coaching techniques to correct poor form. My big take home message is to progress slowly, and now I know the correct way to plan DVRT sessions. The location for the training is excellent and I would do level II with Dr. Sukopp most definetly.“ Nicole Thompson
Für Angehörige von Gesundheitsberufen (v. a. Übungsleiter, Therapeuten und Ernährungsberater) bieten meine Kollegin Karen Nespethal und ich für den Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB) ein neues Seminar an:
Warum wir meinen, dass dieses Seminar zum Thema Gewichtsreduktion nötig und anders ist als viele der anderen auf dem Markt, erklären wir in diesem kurzen Interview:
Schon mehrfach habe ich hier im Blog über die Besonderheiten und Vorteile des Trainings mit Sandbags berichtet. Diese alte Form des Trainings wurde von Josh Henkin aus den USA vor einigen Jahren aufgegriffen, intensiv vertieft, ausdifferenziert und verbreitet sich nun aufgrund der großen Erfolge unter dem Namen Dynamic Variable Resistance Training (D.V.R.T.™) weltweit, was übersetzt so viel bedeutet wie dynamisch variierendes Widerstandstraining.
Das D.V.R.T.™–System richtet sich an alle Trainer, Leistungs- und Breitensportler, die ihre Leistung optimieren möchten und neue sportliche Herausforderungen suchen.
Es bezieht sich auf den Gebrauch von Trainingsmitteln, die eine verschiebbare, nicht statische Masse beinhalten (z. B. Wasser, Sand oder verschiedene andere Materialien). Charakteristisch ist ein Gewicht, das sich durch die fließende Masse bewegt und somit zu einem instabilen Gegenstand wird.
Doch D.V.R.T.™ bietet weitaus mehr an als nur die gleichen Übungen aus dem Fitness- oder Trainingsbereich mit einem neuen „Gerät“ in der Hand durchzuführen. Was genau, das soll Inhalt dieses Artikels sein.
Obwohl hauptsächlich oder viel mit Sandbags trainiert wird, ist D.V.R.T.™ ein System, um mit verschiedenen Hilfsmitteln maximalen Erfolg zu erzielen. Das Ziel besteht NICHT darin, neue Übungen zu zeigen, sondern WIE man die richtige für sich oder den Kunden auswählt.
Es ist kein System, bei dem die Trainierenden einfach eine Reihe von mehr oder weniger “cool” aussehenden Übungen hintereinander durchführen, um sich einfach nur körperlich zu verausgaben.
Letztendlich geht es nur um das WARUM hinter jeder Übung. Das Warum bestimmt die Methoden und die Hilfsmittel.
Es ist also ein System mit Progressionen, einem Ziel und verschiedenen Hilfsmitteln, die ins Training integriert werden (u. a. Sandbags, Kettlebells, Slingtrainer, Langhanteln, Gummibänder, Seile, Klimmzugstangen).
Die Grundlagen bilden Bewegungen in den einzelnen Übungen, wobei es zwei große Konzepte gibt:
1.) Stabilität innerhalb einer Bewegung, die u. a. durch verschiedene Haltepositionen, Körperpositionen, dem Hilfsmittel selbst oder der Bewegungsebene verändert wird.
2.) Progressive Überlastung des Körpers innerhalb einer Bewegung, die u. a. durch das Bewegungsausmaß, die Geschwindigkeit, die Körperposition, die Halteposition, das Gewicht, das Volumen oder die Dichte der Belastungsreize verändert wird.
Das ganze System ist sehr strukturiert aufgebaut, so dass der Trainierende in kleinen Schritten stetig Fortschritte erzielen kann. Allein bei den wesentlichen Grundübungen gibt es jeweils über 13 Progressionsstufen, ohne dabei das verwendete Trainingsgewicht verändern zu müssen.
Der Anwender lernt, wie man fast fließend von einer stabilen Übungsausführung zu einer instabilen übergehen kann. So kann das Training selbst Schritt für Schritt Schwachstellen im Bewegungsablauf korrigieren (z. B. unbewegliche oder instabile Gelenke).
Viele Trainingssysteme geben vor, funktionelles Training zu beinhalten, führen jedoch einen Großteil der Übungen im stabilen Parallelstand und v. a. in der Sagittalebene (,die von vorne nach hinten durch den Körper verläuft,) durch.
Im Alltag oder im Sport machen wir jedoch viele Bewegungen in Schrittstellung und im Einbeinstand. Außerdem bewegen wir uns in allen Ebenen bzw. in alle Richtungen. Das Leben außerhalb des Trainings läuft also in wesentlich instabileren Positionen und selten statisch ab.
Selbst Trainer wollen gerne schnell die „coolen“ Rotationsübungen des D.V.R.T.™-Systems erlernen, scheitern jedoch häufig bei der sicheren Ausführung, weil sie sich nicht genügend Zeit für die wichtigen Vorbereitungsübungen genommen haben. Daher muss vorher zunächst eine grundlegende Stabilität im Körper aufgebaut werden (vor allem im Bereich der Hüft- und Schultergelenke sowie rund um die Lendenwirbelsäule).
Gerade hinsichtlich der Rotationsstabilität und der seitlichen Stabilität des Körpers herrscht bei vielen Trainierenden ein großer Mangel, was auch ein Grund für viele Verletzungen ist, die u. a. bei schnellen Richtungswechseln oder Abbremsbewegungen entstehen.
Der Körper muss zunächst lernen, Rotationskräften widerstehen zu können (Antirotationstraining), bevor er aktiv Rotationskräfte im Training erzeugen sollte.
D.V.R.T.™ beginnt intensiv mit den Basics und steigert sich langsam und sehr strukturiert hin zu den komplexeren Bewegungen. Dabei entwickelt der Körper eine sehr gute Stabilität in sämtlichen Körperbereichen und Bewegungsebenen, die auch während komplexer Bewegungsmuster beibehalten werden kann. Nebenbei steigen die Kraft, die Ausdauer und die Beweglichkeit.
Josh Henkin bezeichnet seine Einheiten teilweise auch als „Metabolic Stability Training“ (metabolisches Stabilitätstraining), weil neben der Kraft und Stabilität auch sehr gut der Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System unter einem hohen Kalorienverbrauch trainiert werden.
Wie beim Training mit Kettlebells erlernt der Körper in diesem System sehr detailliert wie er sich bewegen muss, um die nächste Übungsprogression sicher durchführen zu können. Somit steht kontinuierlichen Trainingsfortschritten nichts im Wege.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Sandbags zu den vielseitigsten Trainingsmitteln gehören. Sandbag-Training ist hocheffektiv, sehr umfassend und sehr abwechslungsreich.
Aber erst durch die Hinzunahme des dahinterstehenden D.V.R.T.™-Systems lässt sich das Potential voll ausschöpfen, was diese Trainingsform noch effektiver macht. Daher ist es auch so erfolgreich und breitet sich kontinuierlich rund um die Welt aus.
Wie kann man sich allgemein im Sandbag-Training und speziell im D.V.R.T.™-System fort- und ausbilden?
Zum Schnuppern biete ich Sandbag-Workshops an, in denen der grundlegende Umgang und die Möglichkeiten des Trainings erlernt werden, wie z. B. auf dem Foto mit Josh Henkin zu sehen ist. Vorkenntnisse sind hier nicht nötig.
Als D.V.R.T.™ Mastertrainer biete ich für Trainer die offiziellen Zertifizierungen zum D.V.R.T.™ Instructor an. Weitere Informationen sind hier zu finden:
Auch, wenn ich meistens für Kettlebell-Training gebucht werde, so liegen meine Wurzeln und die Grundlagen sämtlicher Trainings, die ich anbiete, im Bodyweight Training, das heißt, dem Training mit dem eigenen Körpergewicht oder Teilen davon.
Zunächst sollte jeder Mensch lernen sich (wieder) selbst sicher bewegen und ohne Geräte trainieren zu können. Freihanteln oder andere Hilfsmittel helfen dann lediglich, darauf aufzubauen oder können bei bestimmten Trainingszielen eingesetzt werden, um diese noch schneller zu erreichen.
Wer keine korrekte Übungsausführung bei Übungen wie z. B. Liegstützen, Kniebeugen, Ruderzügen, Klimmzügen, Laufen, Krabbeln oder grundlegenden Körperspannungsübungen beherrscht, bringt seine Gesundheit ernsthaft in Gefahr, wenn nun noch zusätzlich Gewichte oder Widerstände bewegt werden sollen.
Am Sonntag, den 7. April 2013, um 16 Uhr zeige ich auf RTL II in der Sendung "Schau Dich schlau!" beispielhaft, wie vielfältig man praktisch überall ohne Geräte und mit kurzem Zeitaufwand rundum fit werden kann.
Zusätzlich werden dort einige vorherrschende Fitnessmythen entzaubert.
Siehe u. a. Trainingsübungen aus der Sendung hier: http://www.rtl2.de/002361_0197.html
Hier kann die Sendung online nachträglich angeschaut werden: