-9,8 kg in 4 Wochen / -48 kg in 15 Monaten

Diese E-Mail habe ich am Wochenende erhalten. So eine schöne Erfolgsgeschichte muss einfach erzählt werden, weil ich denke, dass sie vielen Mut macht und Motivation geben wird.

“Hallo Herr Sukopp,

hier meine Geschichte: Ich bin vor gut 15 Monaten bei der Suche nach Ernährungstipps und Trainingsmethoden auf Ihrer Seite gelandet.

Dort fand ich genau das was ich gesucht habe: Trainingsmethoden, für die ich mich nicht in einem Fitnessstudio anmelden muss; Training, das man immer und überall ausführen kann und dazu noch enorm effektiv ist.

Nachdem ich mich dann auf “Healthconception.de” durchgelesen habe, war ich so motiviert, dass ich einige Übungen direkt ausprobiert habe. Und genauso schnell erreichte ich meine Leistungsgrenze. 1 Liegestütz und 7 Kniebeugen sind für einen Mann in meinem Alter (31) einfach “erbärmlich”.

Durch das weitere Lesen in Ihrem Blog wurde dann in mir etwas geweckt, was schon sehr lang geschlafen hat: der Ehrgeiz! Also startete ich hochmotiviert mit Ihrem “4 Wochen Fett weg Programm” und hielt mich ziemlich exakt an die Vorgaben ihres Programms, vor allem die Ernährung.

Ergebnis: Nach 4 Wochen hatte ich bereits 9,8 kg abgenommen! Ich war und bin zwar immernoch zu schwer, aber ab da fühlte ich mich wie neu geboren. (3 Euro ins Phrasenschwein) 😉

Das Körpergefühl, die Fitness, alles hat sich verbessert. Quasi vom Faultier zum Athleten (natürlich nur vom Gefühl her).

Das Tolle bei Ihrem Programm und Ihrem Blog ist, dass man nicht einfach eine Übung gezeigt bekommt, sondern Schritt für Schritt lernt, wie man auf eine Übung hintrainiert, um überhaupt mal eine oder mehrere Wiederholungen zu schaffen. Wahnsinn wie schnell sich da Erfolge einstellen.

Dank Ihres Buches “Training mit dem eigenen Körpergewicht” und Ihrem Blog konnte ich meine Leistungsfähigkeit weiter steigern und die Fettverbrennung weiter ankurbeln, so dass ich mittlerweile 48 kg abgenommen habe.

Und zwar komplett ohne Fitnessstudio, Crosstrainer, Laufband oder ähnliches…! Vielen Dank dafür! Ich trainiere max. 3-4 mal die Woche für 30-60 min. Also minimaler Zeitaufwand und trotzdem enorme Fortschritte.

Zwei Vorherfotos:

15 Monate später:

Mittlerweile habe ich mein Training mit einer Kettlebell (24 kg) und Ihrem Programm “Schwing dein Fett weg” erweitert. So gehören zur Zeit zu meinen Lieblingsübungen: die Hindu Liegestütze, Hindu Kniebeuge und natürlich die Kettlebell Swings.

Hier mal noch ein paar Daten zu mir:

Startgewicht 179 kg; Bauchumfang 159 cm; Brustumfang 163 cm; Halsumfang 63 cm!

Ich weiß, ziemlich erschreckend diese Zahlen. Aktuelles Gewicht (26.06.2011) 131 kg; Bauchumfang 123 cm; Brustumfang 131 cm; Halsumfang 51 cm!

Also, wie Sie sehen, ich habe noch einiges an Gewicht zu verlieren. Übrigens, schöne Grüße von meiner Freundin, die mittlerweile auch mit dem eigenen Körpergewicht trainiert und im letzten halben Jahr 19 kg abgenommen hat.

Ab nächster Woche werde ich mit Ihrem Klimmzugprogramm beginnen, damit ich demnächst meinen 1. Klimmzug schaffe. Freu mich schon drauf.

So, dann wünsch ich noch einen schönen Abend und freue mich auf weitere News in Ihrem Blog.

Schöne Grüße

Andy Schawert

P.S.: Mein Cousin, der im Amateurbereich Fußball spielt, hat die komplette Winterpause mit mir trainiert (Training mit eigenem Körpergewicht und Kettlebell Swings) und wurde in der Rückrunde Torschützenkönig der gesamten Liga! Er ist enorm begeistert von der Power und Explosivität, die er jetzt besitzt.

Dazu kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch!!!

Haben Sie auch eine Erfolgsgeschichte zu erzählen? Dann schreiben Sie mir diese per E-Mail an info@healthconception.de. Ich würde mich riesig freuen und Sie mit einem kleinen Geschenk belohnen, wenn ich Ihre Geschichte auch noch erzählen darf.

P. S.: Andy Schawert hat überwiegend nach den Inhalten dieser Bücher trainiert:

Fitness mit dem eigenen Körpergewicht (großes E-Book)

Training mit dem eigenen Körpergewicht (gekürzte, gebundene Version des E-Books)

Die Sache mit der Eiweißzufuhr

Letztens wurde ich wieder einmal im Training gefragt, was es denn mit “diesen Eiweißshakes” auf sich hat.

Ich dachte, dass die Antwort auch für andere interessant sein könnte, daher dieser Artikel.

Eiweißshakes nach dem Training verkürzen die Regeneration und helfen auf eine höhere Eiweißzufuhr zu kommen, was zu einem höheren Körperfettverlust führt.

Es erfordert schon einiges an Planung, um täglich auf die für die Körperfettreduktion besonders effektive Menge von 1,5 bis knapp 2 g Eiweiß pro Kilogramm körperlicher Magermasse (= Körpergewicht minus Fettmasse)  zu kommen.

Hier können Eiweißshakes eine komfortable Hilfe darstellen, vor allem wenn es einmal schnell gehen soll.

Eiweiß sättigt lange und so ein Shake kann auch prima unterwegs eingenommen werden (bevor man den ganzen Unsinn kauft, der einem überall auf der Straße und an Imbissständen angeboten wird).

Zur Not kann so ein Shake, zusammen mit einer Portion Obst, auch mal eine Mahlzeit ersetzen, wenn gerade nichts Gescheites im Haus ist, wenn es mal schnell gehen soll/muss oder wenn man keine Lust hat, sich irgendetwas anderes zuzubereiten.

Ich mixe mir z. B. gerne mal einen Shake mit Beeren (z. B. Tiefkühlbeeren) und einer Banane – mmmh, lecker.

Manche nehmen auch kurz bevor sie zu einer Party gehen gerne einen großen Eiweißshake zu sich, um sich vor Ort nicht sofort hungrig auf das Buffet stürzen zu müssen (vor allem das Dessertbuffet). Dies ist ein guter Trick, wenn man gerade dabei ist, seinen Körperfettgehalt zu reduzieren.

Leider gibt es kaum gute Produkte, die frei von allen möglichen Zusatzstoffen sind, die kein Mensch benötigt.

Hier sind meine Favoriten: “CFM Whey Protein” von Weider, “BMS Pro-80 Natural” und “Bonusan Proteinpulver neutral”.

Meine Lieblingseiweißquellen: Eier, Fisch, Fleisch, Nüsse, Schafskäse, Proteinpulver.


Hier noch zwei Artikel, die erklären, warum Eiweiß allgemein und nach dem Training so wichtig ist:

Warum Sie ein Regenerationsgetränk einnehmen sollten

Warum Sie zum Abnehmen mehr Eiweiß essen sollten

Bevor mir jetzt wieder jemand schreibt, dass zu viel Fleisch Gicht verursachen kann, möchte ich darauf hinweisen, dass Gicht zu etwa 80 % durch zu viel Fruktose in der Nahrung verursacht wird.

Kettlebelltraining – from zero to hero

Die Wiederentdeckung der Kugelhantel oder Kettlebell in der westlichen Welt vor etwa 10 Jahren hat u. a. dazu geführt, dass der moderne Büromensch nun mit häufig halbem Zeiteinsatz bessere Fitness- und Figurergebnisse erzielen kann als mit herkömmlichem Training, so wie es in vielen Fitnessstudios angeboten wird.

Weniger Zeitaufwand, bessere Effekte und ein großartiges Körpergefühl.

Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass auch viele Stars und Sternchen aus der Sport- und Showbranche mit Kettlebells trainieren.

Hierzu zählen u. a.: Jessica Biel, Katherine Heigle, Jennifer Aniston, Mathew Mcconaughey, Geri Halliwell, Sylvester Stallone, Missy Beaver, Channing Tatum, Lance Armstrong und Felix Sturm.

Wenn auch Sie sich den begeisterten Anwendern anschließen und ihren Körper transformieren möchten, dann kann ich folgende Angebote empfehlen:

1.) Den Besuch eines Kettlebellseminars. Termine u. Informationen gibt es hier.

2.) Werden Sie Beta-Tester meines noch unveröffentlichten 12-wöchigen Kettlebelltrainingsprogramms (Online-Training per Videokurs für Anfänger u. Fortgeschrittene). Info und Anmeldung unter info@healthconception.de.

3.) Lernen Sie Kettlebelltraining per DVD kennen und fahren Sie kontinuierliche Trainingserfolge durch die 13 abwechslungsreichen Workouts für alle Fitnessstufen ein, die darauf enthalten sind. Infos gibt es hier.

Noch nicht überzeugt? Dann motivieren Sie vielleicht diese grandiosen Vorher-Nachher-Fotos 😀

Kettlebelltraining – vorher:

Kettlebelltraining – nachher:

“Gewinner” des “Goldenen Windbeutels 2011”

Die Milchschnitte hat das Rennen um den “Goldenen Windbeutel 2011” gewonnen. Damit konnte der fettige Zuckerbatzen seine Konkurrenten überholen.

Jährlich wird dieser Preis für “die dreisteste Werbelüge” des Jahres vergeben.

Weitere Informationen gibt es hier.

Sind Sie gerüstet für den Ernstfall?

Ich weiß, dass dieser Artikel thematisch etwas aus der Reihe tanzt, aber es ist mir dennoch ein besonderes Bedürfnis, ihn zu schreiben.

Neulich habe ich mich mit einer Freundin über die zunehmende Gewaltbereitschaft auf der Straße und zu Hause unterhalten. Sie fragte mich, ob ich an ihrer Stelle nachts mit offener Balkontür schlafen würde und gestand mir, dass sie nicht genau weiß, ob sie im Ernstfall einen Menschen schlagen könnte, sebst wenn er in ihre Wohnung eindringen und sie überfallen würde.

Über diese Aussage war ich so erstaunt und entsetzt, dass ich ihr erklärt habe, dass sie in so einer Situation die Einzige sein wird, die sie retten kann, da niemand in der Nähe ihr so schnell helfen könnte.

Sofort habe ich ihr einen Selbstverteidigungskurs empfohlen, der auf komplizierte Techniken verzichtet und schnell erlernbare Taktiken und Bewegungen schult. Da ich einen guten Kontakt zur Krav Maga-Szene habe (israelisches Nahkampfsystem), war dies meine erste Empfehlung.

“Aber ich habe doch gar keine Zeit für solch einen Kurs”, bekam ich dann als Antwort.

“Nun, das freut den potenziellen Angreifer umso mehr”, war dann meine Reaktion.

Eine andere junge Frau hat mir zufällig auch kürzlich sogar gesagt, dass sie den Besuch eines Selbstverteidigungskurses, an dem sie eigentlich unbedingt einmal mitmachen möchte, aus “Zeitmangel” schon seit drei Jahren (!) vor sich herschiebt.

Ich weiß, dass es vielen Frauen so geht und sie sich als das vermeintlich schwache Geschlecht ansehen. Allein der Gedanke an einen Raubüberfall oder eine mögliche Vergewaltigung ruft bei vielen Ohnmachtsgefühle aus.

Um hier Abhilfe zu schaffen, muss sich zunächst die mentale Einstellung zu diesem Thema ändern. Aus Erfahrung weiß ich, wie schnell Frauen lernen können sich konsequent und effektiv zu verteidigen. Nicht, dass jetzt einer denkt, dass mich eine Frau verprügeln musste, nein, ich meine aus meinen Erfahrungen im Selbstverteidigungstraining.

Neben dem Besuch eines (realistischen) Selbstverteidigungskurses (keine Deeskalations- oder Brettchen-kaputt-hau-Kurse) habe ich beiden Frauen zusätzlich das wohl beste Buch empfohlen, dass es zu diesem Thema auf dem deutschsprachigen Markt gibt (folgenden Link anklicken):

Buch Spezialreport Taktische Selbstverteidigung fuer Frauen

Es beantwortet sämtliche Fragen, räumt mit gängigen Vorurteilen auf, enthält viele bewusstseinsverändernde Geschichten von und über Frauen, die den Ernstfall eines Überfalls mit Vergewaltigung tatsächlich erleiden mussten und bildet die ideale Grundlage für die Veränderung und Stärkung der inneren Einstellung.

Zusätzlich bekommt man über 350 wertvolle Tipps zur taktischen Selbstverteidigung.

Nach der Durchsicht wird eines schnell klar: Jede/r kann überall angegriffen werden, aber niemand muss ein wehrloses Opfer sein.

Obwohl es sich hauptsächlich an Frauen und Mädchen richtet, darf nicht außer acht gelassen werden, dass auch unzählige Männer Opfer von Gewalt werden. Auch für sie ist dieses Buch sehr lesenswert (Bild anklicken):

Buch Spezialreport Taktische Selbstverteidigung fuer Frauen

Der Autor ist mein Freund, Trainer und Kollege Chris Schmidt, der vor meinen Augen binnen kurzer Zeit schon unzählige schüchterne junge Frauen in selbstbewusste und sich konsequent verteidigende Persönlichkeiten verwandelt hat.

Erfolg durch Kontinuität und Beständigkeit in den Basisübungen

Der heutige Blogpost ist ein Gastartikel von meinem Freund Dominik Feischl, den er zwar schon Anfang April auf seiner Seite www.naturtraining.at veröffentlicht hat, der jedoch den Kern eines erfolgreichen Trainings auf den Punkt trifft.

Nicht jedem Trend folgen

Heutzutage wechselt alles wahnsinnig schnell: Dem iPhone Nummer III folgt das Vierte, Laptops werden immer kleiner und schneller, Sportschuhe immer noch ausgefallener und und und. Doch muss man immer allen Trends folgen, muss man immer das Beste haben und immer das Neueste? Ist es nicht oft besser, mal zu entschleunigen oder auf alte Werte zu setzen? Bei etwas zu bleiben und es zu nützen. Noch immer etwa kann man mit einem Handy telefonieren, auch wenn es vielleicht schon vier Jahre alt ist. Und das ist noch immer der Hauptzweck dieses Geräts. Klar, kann man Wetter abrufen, den neuesten Trainingsplan oder sonstwas. Aber muss man das alles haben?
Im Trainingsbereich etwa wurde das Rad schon lange nicht neu erfunden. Auch wenn einem immer wieder verklickert wird, dass etwas Neues und Bahnbrechendes erfunden wurde und die oder die neu entwickelte Hypersatz-Hybrid-Routine das absolut Beste ist, dem ist auf keinen Fall so!!!

Wer etwa bei Grundübungen wie Kreuzheben, Kniebeugen, Klimmzügen, Curls, Schulterdrücken Einheit für Einheit leicht steigert (mehr Wiederholungen etwa oder ein halbes Kilo mehr Gewicht raufgeben), wird sich über Jahre hinweg zu einem Top-Athleten entwickeln. Fleiß, Geduld und vor allem Langfristigkeit gewinnen gegen jede noch so tolle neue Routine, die man alle zwei Wochen einfach mal so wechselt und sich Ergebnisse erhofft. Da gehe ich jede Wette ein. Wer einmal mehrere Jahre auf solche Sachen setzt und nicht davon abweicht, wird Ergebnisse bekommen. Und würde sich nicht alle paar Wochen eine neue Trainingsroutine zusammenbasteln. Denn alles funktioniert. Langhantel, Körpergewicht, Kettlebells,… – alles funktioniert, aber man muss langfristig und kontinuierlich damit arbeiten. Dann kommen Resultate!

Arthur Jones, Begründer von HIT (High Intensity Training), schrieb einmal, wenn jemand Curls macht, sich bei der jeder Trainingseinheit immer etwas zu steigern versucht und dann nach ein paar Jahren etwa 90 Kilogramm 12mal curlen kann, dann ist es sicher, dass dieser jemand mit tausendprozentiger Sicherheit starke, massive Arme haben wird. Und das ist ein ganz einfaches Grundprinzip. Sich steigern, sich raufarbeiten, aber bei einer Butterbrot-Übung bleiben und nicht immer alles über den Haufen werfen, wenn es einmal nicht nach nur drei Wochen Resultate bringen wird. Denn Resultate kommen oftmals verzögert oder erst nach langem. Wenn einem nach mehreren Jahren auf einmal Bekannte, die man lange nicht mehr gesehen hat, auf die gute körperliche Verfassung anreden, obwohl man selbst immer den Glauben hat, es hat sich nichts verändert. Oder wenn auf einmal bei irgendeiner Grundübung ein Ziel erreicht wird, auf das man lange hingearbeitet hat und doch ging es nur beschwerlich!
Ich schreibe zwar hier einen Blog, bin aber oft froh, dass etwa in meiner Wohnung bei mir daheim das Internet nicht wirklich funktioniert. So fällt mir nicht jeder neue Trainingstrend auf, den irgendwelche Internet-Gurutrainer veröffentlichen, ich vertraue noch immer vorrangig auf alte Bücher und alte Trainingshefte, die man natürlich dank Internet, das gebe ich zu, von überall aus der Welt importieren kann. Aber da drinnen stehen viele wertvolle Sachen. Dazu vertraue ich auf Erfahrung von erfolgreichen Leuten, wie es etwa ein Steve Maxwell ist, der im Juli wieder ein Seminar bei mir hält. Das sind Leute, die seit 45 Jahren am Eisen sind, die viele viele Trends kommen und wieder gehen gesehen haben, die viel ausprobiert haben und dennoch eine Butterbrot-Routine haben und auf diese setzen und weitervermitteln!
Erst letztens bin ich im “Steel Tip” von Dr. Ken Leistner auf einen Artikel über Kettlebells gestoßen. Dieser Newsletter wurde in den 80er-Jahren (!!!) geschrieben. Also lange vor Dragondoor, IKFF,…. und Co.! Und die Eisenkugeln gibt es schon viele viele Jahre länger! Also alles andere als ein neuer Trend. Und es ist vielfach erprobt, dass es ein tolles Trainingsinstrument ist. Aber das Ultimative? Das muss jeder für sich selbst entscheiden!
So verhält es sich etwa auch mit dem Hangeln, das wir am Samstag beim Gorilla Camp II auf Karls Anlage zelebrieren werden. Hangeln ist äußerst effektiv! Wenn man es regelmäßig macht. Karl ist ein Beweis dafür. Er trainiert schon Jahre nicht mit Gewichten. Dennoch hat er mit 46 Jahren einen durchtrainierten Körper, den gerne viele Jüngere haben möchten. Ein Resultat von Woche für Woche hartem Training an seiner Anlage, mit beschränkten Mitteln. Aber es braucht nicht tausende Trainingsinstrumente, um bei der Musik dabei zu sein. Wenn man nur aus wenigem viel herausholt, gibt es Resultate. GARANTIERT!
In diesem Sinne, haut rein und bleibt dran,
Dominik
Ergänzung von Till Sukopp: Ich habe gerade eine E-Mail eines Lesers erhalten, der sich ganz nach den oben genannten Prinzipien verhalten hat. Ergebnis: Nur durch die Informationen in diesem Blog und durch das Buch “Fitness mit dem eigenen Körpergewicht” hat er in den letzten 15 Monaten 45 kg abgenommen!!! Gratulation!

Herz-Kreislauf-Training und Fettverbrennung (“Cardiotraining”)

Neulich in einem Fitnessstudio in Bonn (aber man kann hier praktisch jedes Fitnessstudio nennen): Draußen ist herrliches Wetter und drinnen sitzt eine junge Studentin halb liegend auf einem Fahrradergometer und lässt die Pedalen langsam und gemütlich rotieren, während sie ein Buch liest und über Kopfhörer Musik hört.

Der Anstrengungsbereich bzw. die Trainingsintensität ist in etwa mit der von Seniorinnen vergleichbar, die sich im Pulk am Rand eines Warmwasserbeckens unterhalten und dabei ein wenig mit den Beinen strampeln.

Ich bin einfach mal frecherweise davon ausgegangen, dass die junge Dame vorhatte, ihre Ausdauer zu trainieren, denn zur reinen Entspannung kennt sie sicherlich bessere Möglichkeiten als sich am Sonntag Nachmittag zum Lesen auf ein Fahrradergometer ins Fitnessstudio zu begeben. Eventuell wollte sie sogar etwas für die “Fettverbrennung” tun bzw. ein wenig Körperfett reduzieren.

Das Problem aus trainingswissenschaftlicher Sicht ist nur: Die Trainingsintensität war zu gering, um überhaupt einen nennenswerten Effekt zu erzielen, ganz gleich für welches Ziel.

Der dabei erreichte Kalorienverbrauch wäre mit zwei Gläsern Orangensaft direkt wieder ausgeglichen und der Trainingsreiz war selbst für das Herz-Kreislauf-System zu gering, um die Ausdauer zu verbessern.

Man benötigt hier gar keine wissenschaftlichen Daten als Hintergrundwissen. Meist genügt reine Logik und ein gesunder Menschenverstand. Werfen wir einfach einen Blick in ein normales Fitnessstudio. Wo sind die übergewichtigen, untrainierten Menschen am ehesten zu finden?

Richtig, sie tummeln sich auf den Fahrradergometern, bewegen sich auf den Crosstrainern, gehen auf den Laufbändern spazieren oder joggen dort gemütlich vor sich hin. Da dies jedoch nicht nur den Zuschauer, sondern auch die Betroffenen selbst sehr langweilt, müssen sie sich die Zeit vertreiben. Das machen sie, indem sie (beim “Training”!) Zeitschriften oder Bücher lesen, fernsehen oder einfach nur Musik über den MP3-Player hören.

Wo sind in den Fitnessstudios am ehesten die Mitglieder mit einem definierten Körper (wenig Körperfett, so dass die Muskeln sichtbar werden) zu finden? Richtig, im Krafttrainingsbereich und dort vor allem bei den Freihanteln. Sie haben keine Zeit zum Lesen oder Fernsehen, denn das Training ist so anstrengend, dass sie sich voll und ganz darauf konzentrieren müssen.

Könnte der mitdenkende Beobachter hieraus eventuell den Schluss ziehen, dass langsames Bewegen auf irgendeinem Ausdauergerät relativ nutzlos ist (sonst würden dies nicht überwiegend übergewichtige Menschen tun) und ein anstrengendes, kraftbetontes Training ihn wesentlich besser zur Wunschfigur bringen wird? – Ja.

Fazit: Wer Körperfett reduzieren und die Ausdauerfitness für den Alltag oder den Sport verbessern möchte, der/die sollte sich im Training sehr anstrengen (Ausnahme: Wettkämpfer in Langstreckenwettbewerben).

Vorteil: Das Training kann in der Hälfte der üblichen Zeit absolviert werden und ist wesentlich effektiver. Das zeigt ganz klar die Trainingspraxis und wird obendrein von sämtlichen Ergebnissen aus wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt.

Wenn Sie die Cardiogeräte lieben, dann sollten Sie darauf ein intensives Intervalltraining durchführen, das weder fernsehen, noch lesen, noch eine Unterhaltung zulässt.

Wenn Sie jedoch Cardiogeräte oder das “übliche” Ausdauertraining (Walking, Jogging, Laufen, Radfahren, Schwimmen) nicht mögen, dann können Sie getrost völlig darauf verzichten und durch andere Methoden eine außergewöhnlich gute Ausdauer entwickeln. Nebenbei wird dann auch noch jede Menge Fett verbrannt.

Wenn Sie noch bessere Erfolge hinsichtlich Körperfettreduktion und einer guten “Ausdauerfitness” erzielen möchten, dann sollten Sie die Cardiogeräte ganz meiden und sich auf kraftbetonte Ausdauerübungen konzentrieren, die z. B. ebenfalls in Intervallen durchgeführt werden können. Diese Methodik wird zunehmend unter Begriffen wie “Metabolic Training” oder “Metabolic Conditioning” bekannt.

Hierzu zählen u. a. folgende Übungen (der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt): Hampelmann, Burpees, Mountain Climbers, Seilspringen, (Berg- und Shuttle) Sprints, Swings, Snatches, Push Press, Clean & Jerk, (Kick-) Boxen (z. B. am Sandsack), Seilwellen, mit einem Vorschlaghammer auf einen Autoreifen schlagen, Hockwenden, Sandbag schultern, Around the World u. v. m.

Einige Beispiele können Sie in folgendem Video sehen:

Für weitere Informationen zum Thema verweise ich auf folgende Artikel:

Erzielt Ihr Fitnessprogramm nicht die gewünschten Ergebnisse?

Körperfettabbau durch Sport – das sagt die Wissenschaft

Sämtliche Daten sprechen für die Ausdauerrevolution

Was ist eigentlich natürliche Bewegung?

Für Stadtmenschen wird es zunehmend schwerer, sich adäquat im Alltag zu bewegen und der angeborene Drang nach freier Bewegungsentfaltung ist in Vergessenheit geraten oder wurde unterdrückt.

Bei unserem heutigen Lebensstil sind wir jedoch dazu gezwungen, die aus biologischer Sicht lebensnotwendige körperliche Aktivität künstlich durch diverse Bewegungs- und Trainingsformen herbeizuführen und in den Alltag einzubauen.

Bewegung ist für unsere psycho-physische Gesundheit genauso wichtig wie essen, trinken und schlafen.

Ohne ausreichende Bewegung werden wir krank. Da ca. 90 Prozent der Deutschen unter chronischem Bewegungsmangel leiden, also viel weniger Bewegung bekommen als zum Gesundbleiben nötig ist, stellt sich nicht mehr die Frage ob wir krank werden, sondern nur noch wann.

Die Sportmedizin weiß seit Jahrzehnten, dass man nicht zum Sportler mutieren muss, um ausreichend Bewegung zu bekommen, gesünder zu werden sowie Krankheiten durch Bewegung zu heilen, zu therapieren oder gar zu vermeiden. Bereits moderate Bewegung ist wirksam, wenn sie regelmäßig ausgeführt wird (z. B. 5 x 30 min flottes Spazierengegen pro Woche).

Ich persönlich ziehe intensivere, kürzere Bewegungseinheiten vor, weil diese besser in unseren heutigen Lebensstil passen, mit weniger Zeitaufwand bessere Gesundheit-, Fitness- und Leistungsergebnisse bewirken und von meinen Klienten besser angenommen und umgesetzt werden. Meine Erfahrungen werden durch immer mehr neuere Studien unterstützt. Darunter sind z. B. auch Untersuchungen, die mit Herzpatienten durchgeführt wurden.

Dennoch bleibt die Erkenntnis: Wer sich lieber weniger anstrengt, kann auch zumindest seine Gesundheit verbessern, muss dafür aber mehr Zeitaufwand einplanen.

Untrainierte können damit beginnen, zunächst wieder mehr in sich hineinzuhorchen und ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen. Ansonsten sollte natürlich auch jeder Sportler zusehen, dass er zusätzlich zum Training möglichst viel (natürliche) Bewegung in den Alltag einbaut. Natürliche Bewegung wäre eine Mischung aus moderater und intensiverer körperlicher Aktivität.

Doch was genau ist eigentlich natürliche Bewegung? Darüber habe ich mich kürzlich mit Robert Heiduk unterhalten:

Hier ist ein Artikel von der Eisenklinik, der prima über das Training an und auf Spielplätzen informiert:

Training an und auf Spielplätzen

Hier kommen Sie zu den im Video angesprochenen Artikeln über wünschenswerte minimale Fitnessziele für einen gesunden Menschen:

Teil 1: Beweglichkeit

Teil 2: Liegestütze

Teil 3: Klimmziehen

Teil 4: Lastheben (Ganzkörperkraft)

Teil 5: Beinkraft

Teil 6: vordere Rumpfstabilität

Teil 7: seitliche Rumpfstabilität

“Bauchtraining”: Crunches sind unsinnig, ineffektiv u. zeitraubend

Auch, wenn ich in verschiedenen Internetforen für diese Aussage kritisiert werde, bleibe ich dabei:

Crunches sind so ziemlich die unsinnigsten Übungen, die man machen kann, vor allem wenn es um das Training der Bauchmuskeln geht oder darum, dem Rücken etwas Gutes zu tun.

Ausnahme: für einige Kampfsportarten kann ein gewisses Maß an Crunches im Training gut für den Wettkampf sein aufgrund der dort geforderten Haltungen u. Bewegungen.

Das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern aktueller Stand des Wissens. Wenn die weltweit führenden Rückenexperten unabhängig voneinander feststellen, dass hierdurch Bandscheibenvorfälle, Nacken- und Schulterprobleme verursacht werden und sich die Haltung verschlechtern kann, dann sollte man darauf hören.

Hinzu kommt, dass die Bauchmuskulatur nicht die Hauptaufgabe hat, den Rumpf zu beugen, sondern diesen statisch zu stabilisieren, also Bewegungen der Lendenwirbelsäule zu verhindern.

Die meisten Kritiker sind entweder zu ignorant, um neue Erkenntnisse anzunehmen oder unterliegen dem alten Glauben, dass man die Hauptfunktion eines Muskels erkennen kann, wenn man den Ursprung und Ansatz der Sehnen einander annähert. Prinzipiell richtig gedacht, nur dass diese Theorie aus der Leichensektion stammt. Bekanntlich bewegen sich Leichen aber nicht, daher ist diese Annahme in vielen Fällen unzureichend bis falsch.

Der gleiche Fehler wird z. B. auch bei der Rotatorenmanschette an der Schulter gemacht. Die ganzen Innen- und Außenrotationsübungen an Seilzügen und Latexbändern zur Schulterstabilisation haben sich in der Praxis als relativ ineffektiv erwiesen, vor allem in der Rehabilitation von Schulterpatienten. Wie die Bauchmuskeln müssen diese im Gelenk für Stabilität sorgen, bevor und damit die großen Bewegungsmuskeln ihre Aufgabe verrichten können. Doch da dies kein Schulterartikel ist, zurück zum Thema.

Stabilisationsübungen, die eine Überstreckung der Lendenwirbelsäule und eine Rotation des Rumpfes verhindern, sollten die Übungen der Wahl sein, wenn es um das Training der Bauchmuskeln geht.

Mit meinen Rückenpatienten und gesunden Klienten führe ich schon seit Jahren keine Crunches mehr durch und die Erfolge (mehr Bauchkraft, eine effizientere Stabilisation der Lendenwirbelsäule, weniger Rückenschmerzen) sind größer als je zuvor.

Der Waschbrettbauch wird v. a. in der Küche gemacht und nicht im Training. Von daher sind Crunches nicht nur Zeitverschwendung, sondern können auch die Gesundheit der Wirbelsäule gefährden.

Siehe hierzu auch folgende Artikel und Videos:

Bessere Bauchübungen als Crunches Teil 1

Bessere Bauchübungen als Crunches Teil 2

Bessere Bauchübungen als Crunches Teil 3

In den folgenden Videos zeige ich noch mehr Alternativübungen, die besser und effektiver als Crunches sind.

Grundprinzipien der Trainingsplanerstellung im Krafttraining

Viele Freizeitsportler, die sich selbst ihr Trainingsprogramm zusammenstellen, suchen sich Ideen oder Vorgaben aus Fitnesszeitschriften, machen nach, was sie von anderen sehen oder stellen sich einfach selbst verschiedene Übungen zusammen, die sie für gut und richtig halten.

Hierbei können mehrere Probleme auftreten. “Fertige” Programme können nur schwer die individuellen Ziele und Bedürfnisse eines Einzelnen berücksichtigen. Programme aus Bodybuildingzeitschriften berücksichtigen oft nicht die längeren Regenerationszeiten der Sportler, die nicht durch diverse Mittelchen dopen. Was der Freund oder Kumpel trainiert, muss nicht richtig oder gut für mich sein, auch nicht, wenn er schon monate- bis jahrelange Trainingserfahrung hat.

Wer sich selbst ein Trainingsprogramm “nach Gefühl” erstellt, endet nicht selten bei einer immer größer werdenden Anzahl an Übungen, die häufig unstrukturiert hintereinander geschaltet werden oder teilweise die gleichen Muskelgruppen bzw. Bewegungen trainieren. Das kann ein Training unnötig in die Länge ziehen und die Effekte unnötig reduzieren.

Als kleine Hilfe dafür, wie man sich ein kurzes, effektives Ganzkörperkrafttrainingsprogramm zusammenstellen kann und was es dabei grundlegend zu beachten gilt, habe ich mich mit Robert Heiduk von der Eisenklinik darüber unterhalten. Natürlich habe ich alles aufgenommen: