Krabbeln für Fortgeschrittene

Krabbeln stellt für mich einer der simpelsten und effektivsten Ganzkörpertrainingsübungen dar.

Es verbessert die Koordination, die Beweglichkeit, die Körperhaltung, die Stabilität und Kraft und die Ausdauer.

Nebenbei kann dadurch Muskulatur auf- und Körperfett abgebaut werden.

Krabbeln könnte tatsächlich als die “eierlegende Wollmilchsau” im Fitnessbereich bezeichnet werden.

In mehreren Artikeln bin ich schon tiefer auf die Vorzüge und verschiedene Krabbelvarianten eingegangen, siehe hier (klick auf den Link).

Wahre “Krabbelkönner”, aber auch leicht fortgeschrittene “Krabbler” finden im Video unten eine interessante Steigerung, die das Training verkürzt und gleichzeitig den Effekt für die Stabilisations- und Kraftsteigerung  erhöht.

Es geht um das Krabbeln mit Zusatzgewicht. Einige legen sich eine Eisenkette beim Krabbeln um den Hals und schleifen diese am Boden unter sich her.

Da ich keine Eisenkette habe, wählte ich die Variante mit einem Ultimate Sandbag auf dem Rücken.

Dies zwingt einen zu einer hohen Beckenstabilisationsfähigkeit, die viele noch nicht haben und zu einem höheren Fokus auf die Haltung der Wirbelsäule.

Beim Krabbeln sollten die Hüften maximal auf Schulterhöhe sein und das Becken weitestgehend parallel zum Boden gehalten werden (viele wackeln noch zu sehr).

Wer mit einem Ultimate Sandbag auf dem Rücken wackelt, verliert diesen schnell und bekommt eine sofortige Rückmeldung über die Stabilisationsfähigkeit und Körperkontrolle.

Natürlich wird die gesamte Muskelkraft dabei auch mehr gefordert.

 

 

Hier findest du ein hocheffektives Krabbel-Trainingsprogramm für Einsteiger und Fortgeschrittene, das nur wenige Minuten Trainingszeit erfordert (klick auf den Link).

 

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Dr. Till Sukopp

Good Morning mit “DVRT-Gewürz”

In meinen letzten beiden Blogbeiträgen habe ich die Übung “Good Morning” zur Aktivierung der hinteren Muskelkette und zur Verbesserung des Hebemusters vorstellt und Progressionsmöglichkeiten gezeigt.

Heute stelle ich eine weitere Progression der Übung Good Morning für Fortgeschrittenere aus dem DVRT-System vor.

Das DVRT-System ist als ausgezeichnet strukturiertes System für Functional Training bekannt, welches Menschen erstaunlich schnell dazu befähigt, komplexe Bewegungen sicher und stabil auch mit Zusatzgewicht in verschiedenen Bewegungsebenen durchführen zu können, also eigentlich das, was Mutter Natur für uns eigentlich vorgesehen hat.

Es beginnt immer mit grundlegenden Bewegungsmustern in einer stabilen Körperposition, eventuell sogar schon mit einem stabil gehaltenen Gewicht und steigert sich dann in ganz kleinen Schritten, die jeden individuell genau da abholen wo man gerade vom Können her steht.

Bei der Good Morning-Variante im folgenden Video wird die Stabilität durch die dynamische Veränderung der Standposition und die Hinzunahme der Rotationsebene erheblich mehr gefordert.

Die leichte Rotation bewirkt u. a. ein intensiveres Training der Hüft-, Gesäß- und Rumpfmuskeln in den funktionellen Muskel- und Faszienschlingen.

So erzielen wir eine höhere Stabilisationsfähigkeit und Kraft bei komplexen Bewegungsmustern.

Wir haben die Übung Good Morning also mit dem “DVRT-Gewürz” noch weiter aufgepeppt und verfeinert.

 

 

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Dr. Till Sukopp

Good Morning – der nächste Schritt der Übung

Im letzten Artikel habe ich die Übung “Good Morning” vorgestellt. (Siehe: Good Morning – Die beste Übung, um sicheres Heben zu üben?)

Heute stelle ich eine Steigerungsmöglichkeit der Übung vor, die sie sofort anspruchsvoller macht, ohne das Gewicht zu erhöhen und gleichzeitig wird ein Bein mehr trainiert.

Das DVRT-System, mit dem ich hauptsächlich arbeite, ist u. a. für seine feinen Progressionsschritte bei sämtlichen Übungen bekannt, die sehr strukturiert aufgebaut sind.

In diesem Fall wird ein Fuß bei der Übung um nur eine Fußlänge zurückgezogen (so dass die hintere Fußspitze auf der Höhe der vorderen Ferse ist) und auf die Fußspitze gestellt.

Somit wird das Gewicht zu etwa 60 Prozent auf das vordere Bein verlagert, was eine erhöhte Hüft-, Becken- und Rumpfstabilisation erfordert.

Ohne das Gewicht erhöhen zu müssen, haben wir so einen höheren Trainingseffekt für das vordere Bein, trainieren eine alltägliche Körperposition (Schrittstellung) und können uns in kleinen Schritten dem späteren einbeinigen Training annähern.

 

 

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Dr. Till Sukopp

Good Morning – Die beste Übung, um sicheres Heben zu üben?

Der Bewegungsmangel des heutigen Alltags lässt bei den meisten Menschen zunehmend das Körpergefühl und die allgemeine Bewegungsfähigkeit (Koordination) verkümmern.

Viele, die neu in meine Trainings einsteigen, empfinden z. B. das natürliche Bewegungsmuster des Hebens (Kreuzheben, Lastheben, Deadlift) mittlerweile als sehr befremdlich.

Lässt man jedoch Kleinkinder ein Gewicht anheben (z. B. einen Medizinball), dann zeigen sie genau dieses natürliche Bewegungsmuster, womit diese Aufgabe perfekt gemeistert werden kann.

Die Herausforderungen beginnen mit dem grundlegenden Verständnis und Körpergefühl für das Bewegungsmuster der Hüftbeugung (Hüftscharnier, Hip Hinge).

Dies kannst du hier erlernen (klick auf den Link).

Meist mangelt es auch daran, dass das Gefühl für einen gestreckten Oberkörper verlorengegangen ist. Wird der Rücken beim Heben schwerer Gegenstände rund, erhöht sich das Risiko für Verletzungen.

Hier kannst du schnell wieder ein Gefühl für einen geraden Rücken bekommen (klick auf den Link).

Natürlich muss auch eine gewisse Rumpfstabilitätsfähigkeit vorliegen.

Hier findest du viele gute Übungen dazu (klick auf den Link).

Sollten dann immernoch Defizite bezüglich der Beweglichkeit vorliegen, z. B. wenn du bei gestreckten Beinen mit den Fingern nicht den Boden berühren kannst, dann sollte auch dringend daran gearbeitet werden.

Hier ist eine einfache Übung, mit der schon viele schnell viel beweglicher wurden (klick auf den Link).

Kurzum:

Bei vielen Menschen, die zu mir ins Training kommen und lange nichts mehr oder nur wenig körperlich gemacht haben, funktioniert nur noch wenig im Körper so wie es eigentlich sollte.

Es geht also zunächst vor allem darum, das funktionelle Zusammenspiel der Muskeln zu verbessern, “schlafende” Muskeln zu aktivieren, die reflektorische Grundstabilität wieder herzustellen und insgesamt die Beweglichkeit zu verbessern.

Good Mornings können die Hebetechnik schnell verbessern

Die Übung “Good Morning” ist eine wunderbare Alternative zum Lastheben, um eine gute Hebetechnik zu erlernen und die beteiligten Muskeln zu aktivieren und zu trainieren.

Wesentliche Vorteile sehe ich vor allem in folgenden Punkten:

  • Man kann ein leichteres Gewicht verwenden
  • Die korrekte Hüftscharnierbewegung wird fast erzwungen
  • Eine gestreckte Oberkörperhaltung wird fast erzwungen, womit sie viel schneller im Gehirn verankert wird

Mit einem Ultimate Sandbag lässt sie sich am komfortabelsten durchführen und auch leichter im Schwierigkeitsgrad verändern.

Im Video erkläre ich, wie man sie mit einem Ultimate Sandbag, einer Kettlebell oder einer Hantelscheibe durchführt.

Ein wichtiger Hinweis fehlt jedoch im Video:

Die Ellenbogen sollten während der gesamten Übungsdauer fest in den Körper gezogen werden.

Die dadurch erzeugte Aktivierung des breiten Rückenmuskels (M. Latissimus) sorgt für eine deutlich erhöhte Rumpfstabilisation und somit zu einer stabileren Verbindung von Schultern und Hüften.

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Dr. Till Sukopp

Rumpfstabilität in der Bewegung verbessern (dynamisch-komplexe Seitstützvariante)

Wer den Körper stärker und stabiler bekommen möchte, sollte ihn von allen Seiten und in allen Ebenen trainieren (am besten strukturiert aufgebaut).

Über die Vorzüge der sehr effektiven Übung Seitstütz (Side Plank, Side Bridge) habe ich bereits mehrfach hingewiesen und in einem vergangenen Artikel ein Video mit Progressionsstufen vom Einsteiger bis zum Könner gezeigt (klick auf diesen Link, um zum genannten Beitrag zu kommen).

In folgendem Video stelle ich eine sehr interessante dynamische Variante des Seitstützes aus dem DVRT-System dar, wobei ich gerne Gewichte verwende, die innerhalb von 4 bis 6 Wiederholungen sehr fordern.

 

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Dr. Till Sukopp

Wie ein Besenstil deine Beweglichkeit verbessern kann

Ein Besenstiel oder zur Not auch eine Wand bieten die Möglichkeit für eine interessante Mobilisationsübung, vor allem für den Oberkörper.

Je langsamer man sie durchführt und je mehr der Arm dabei gestreckt wird, desto größer ist der Effekt.

Leichter wird die Übung, wenn der Besenstiel länger ist bzw. die Hand weiter oben an der Wand platziert wird.

Je tiefer die Hand platziert wird, desto anspruchsvoller wird es.

Im Video erkläre ich diese Übung, die zwar simpel, aber nicht unbedingt einfach ist.

 

 

 

In diesem Zusammenhang kann ich dir meine fertigen Beweglichkeitsprogramme (Dauer jeweils etwa 10 bis 15 Minuten) empfehlen oder direkt unsere Beweglichkeitsseminare, in denen du systematisiert für alle Körperbereiche und jede Beweglichkeitsstufe über 100 Übungen erlernst.

Hier kannst du meine beliebten Beweglichkeitsprogramme erwerben.

Klick hier für weitere Informationen und Termine bezüglich unserer Joint Mobility-Seminare

 

Dr. Till Sukopp

 

Up Down Lunge – eine gute Übung mit interessanten Variationsmöglichkeiten

Der Übergang vom Boden in den Stand erfordert ein gewisses Mindestmaß an Stabilität und Kraft im Unterkörper und im Rumpf.

Für Kleinkinder ist es der notwendige Schritt, um später aufrecht gehen zu können.

Der zunehmende Bewegungsmangel im heutigen Alltag führt dazu, dass die Beweglichkeit, Stabilität und Kraft bei grundlegenden Bewegungsmustern teilweise schon bei jüngeren Erwachsenen schwinden, nicht erst im Seniorenalter (wenn man einen körperlich inaktiven Lebensstil wählt).

Eine gute Übung dafür, die ich in verschiedenen Varianten bei meinen Klienten gerne in die Trainings einbaue, ist die “Up Down Lunge”, also ein Ausfallschritt rückwärts in den aufrechten Kniestand (teilweise sogar bis in den Fersensitz).

Wer das problemlos kann, hält ein Gewicht vor der Brust (z. B. eine Kettlebell oder noch besser einen Ultimate Sandbag in den Ellenbogenbeugen (Front Load Position) oder auf den Fäusten).

Bevor für weitere Steigerungen mehr Gewicht verwendet wird, lassen sich u. a. noch folgende Progressionen anwenden, um den Anspruch zu erhöhen:

  • das Gewicht asymmetrisch halten (z. B. Kettlebell in der Rack Position, Sandbag auf einer Schulter oder das Gewicht seitlich in der Kofferhaltung)
  • das Gewicht in der Überkopfposition halten (Overhead Up Down Lunge), was über den längeren Hebel eine gute Rumpf- und Schulterstabilisation erfordert, siehe Video

 

 

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Dr. Till Sukopp

“Warum kann ich eigentlich nicht XY?” bzw. “Warum fällt es mir so schwer XY zu machen?”

“Warum kann ich eigentlich nicht XY?” bzw. “Warum fällt es mir so schwer XY zu machen?”

Diese Fragen wurden mir schon oft von Klienten und teilweise auch von Trainern gestellt.

Meistens ging es um das Bewegen von Gewichten, um Klimmzüge, Liegestütze oder Kniebeugen, um das Seilklettern, um das Springen auf Kisten oder über Gegenstände, um das Halten des Gleichgewichts, um spezielle Ausdauerübungen oder um andere grundlegende körperliche Aufgaben.

 

 

In vielen Fällen habe ich völlig wertfrei ehrlich antworten müssen:

“Du bist einfach (noch) zu schwach.”

Nicht sehr aufbauend, ich weiß. Aber ich sage und meine es tatsächlich völlig wert- und urteilsfrei, mitfühlend und hilfsbereit.

Nach fast 25 Jahren als Trainer kürze ich einige Dinge mittlerweile lieber ab, als blumig um den heißen Brei herumzureden und die offensichtlichen Gründe nicht beim Namen zu nennen.

Die Volkskrankheit “körperliche Schwäche” hat ihre Ursache im Bewegungsmangel und breitet sich von Jahr zu Jahr mehr und mit verstärkter Wirkung aus.

Solange es noch keine Massagetablette gibt, wird es auch neben etwas anstrengenderer, regelmäßiger körperlicher Aktivität nichts geben, um dieser Volksseuche adäquat entgegentreten zu können.

Selbst männliche Trainer fragen mich manchmal (zum Glück nur selten) in meinen Ausbildungen zum zertifizierten Kettlebell-Trainer, ob sie denn tatsächlich die Übungen Get-up oder Überkopfdrücken mit 16 Kilogramm durchführen müssen (was für mich wirklich die absolute Untergrenze für minimale Basiskraft im Kettlebelltraining bei Männern darstellt).

Gerade in dieser Situation will ich jedoch körperliche Schwäche aus verschiedenen Gründen nicht tolerieren (international anerkannte Trainerausbildung im Krafttraining, Vorbildfunktion, Kettlebells = Kraft, …).

Bei Verletzungen ist das natürlich etwas anderes.

Mein Doktorvater Univ.-Prof. mult. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wildor Hollmann (was für ein cooler Name…) schreibt in seiner Bibel der Sportmedizin (4. Auflage, 2000, S. 8):

“Jede Indisposition, die mit einer Herabsetzung der Leistungsfähigkeit verbunden ist, wird bei Vorliegen eines höheren Fitneß-Grades besser ertragen. Darüber hinaus erleichtert eine gute Fitness die Bewältigung der Alltagsaufgaben, besonders bei Erschwerung durch ungünstige meteorologische Bedingungen (z. B. Fön).”

Im Gegensatz zum klassischen Gesundheitstraining sorgt ein ambitionierteres Fitnesstraining für einen Effekt, der über die normale Gesunderhaltung hinausgeht.

Somit kann man eine gute bis überdurchschnittliche körperliche Fitness als das Sparkonto ansehen, von dem man einmal in Notzeiten zehren kann, aber mit dessen Hilfe es sich im normalen Alltag auch viel komfortabler und einfacher leben lässt.

Natürlich lässt sich diskutieren, wie viel Kraft bei verschiedenen Bewegungsmustern als unteres Mindestmaß gelten sollte (was je nach Anforderung und Zielsetzung sehr unterschiedlich ist) und ab wann die Effekte eher gegenteilige Wirkungen haben als die erwünschten.

Mein Hauptklientel hat jedoch das Hauptziel, möglichst bis zum Tode das Leben körperlich beschwerdefrei, uneingeschränkt und voll funktionsfähig genießen zu können.

Dazu gehört aus meiner Sicht, dass alle fünf motorischen Hauptbeanspruchungsformen (Koordination, Beweglichkeit, Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer) so weit erhalten (oder wieder aufgebaut) und trainiert werden, dass immer noch genügend Reserven vorhanden sind, um wenn nötig auch mal höhere körperliche Anforderungen bewältigen zu können.

Bezogen auf die körperliche Kraft können das ganz alltägliche Sachen sein, z. B.:

  • eigene Krankheit
  • Rolltreppe und Fahrstuhl funktionieren nicht
  • beim Koffer oder der Einkaufstasche (“Rentnermercedes”) bricht eine Rolle ab
  • ein kranker/schwacher Mensch muss in eine andere Position gebracht werden
  • ein Verletzter muss aus der Gefahrenzone gebracht werden
  • die Liebste soll über die Schwelle oder an einen romantischen Ort getragen werden ? 😉
  • ein Kind will/muss getragen werden (oder direkt mehrere gleichzeitig)
  • das Gepäck muss in den Kofferraum gehoben werden
  • keiner hebt einem das Gepäck auf die Ablage über dem Sitz in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Umzugshilfe
  • Aktivurlaube oder bestimmte Sportveranstaltungen
  • etwas muss zum Reparieren angehoben werden
  • schwere Säcke müssen getragen werden (Garten/Haushalt/Beruf)

Fazit

Jeder muss für sich entscheiden, welches Mindestmaß an körperlicher Fitness, insbesondere an Kraft, für die gewünschte Lebensqualität nötig ist und wie viel Reserven man sich zur Sicherheit zusätzlich aufbauen möchte.

Hilfreich ist vielleicht der Hinweis, dass man dabei nicht nur an sich, sondern auch an andere denken sollte (wie einige Beispiele bei der Aufzählung zeigen).

Wenn man selbst schwach und krank ist, stellt man für sein Umfeld eher eine Belastung als eine Bereicherung dar.

Körperliche Fitness und Kraft erhöhen neben der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit auf jeden Fall die körperliche Freiheit.

Das französische Trainingssystem “Méthode Naturelle” hat den schönen Leitspruch:

“Être fort pour être utile.” (Stark sein, um nützlich zu sein.)

Wir brauchen einfach mehr Helden im Leben und ein Mindestmaß an körperlicher Kraft kann da oftmals recht hilfreich sein.

Daher setze ich mich gerne dafür ein, der sich immer schneller ausbreitenden Volksseuche der körperlichen Schwäche Einhalt zu gebieten.

 

 

In meinem Artikel “Der ‘moderne’ Zivilisationsmensch ist fett, schwach und krank – So können Sie sich verjüngen” habe ich vor ein paar Jahren ein kleines Plädoyer für das Krafttraining veröffentlicht und mit sehr interessanten wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen untermauert.

 

In meinen Videos, Büchern, DVDs, Artikeln, Seminaren, Trainingsangeboten und Online-Videoprogrammen biete ich eine Vielzahl an Möglichkeiten an, um mit geringem Zeitaufwand (wieder) stärker, fitter und gesünder zu werden.

 

Dr. Till Sukopp

“Warum brauche ich eigentlich Klimmzüge?”

Neulich fragte mich eine Klientin: “Warum brauche ich eigentlich Klimmzüge?”

Das ist eine gute Frage, die man sich eigentlich bei jeder Übung stellen sollte. Oder anders gefragt: “Inwiefern nutzt mir diese Übung?”

Bezogen auf Klimmzüge scheint die Frage logisch, denn im heutigen Alltag brauchen wir eigentlich keine Klimmzüge.

Wir brauchen aber auch keine Autos, keine Heizung und kein Wasser aus der Leitung.

In anderen Ländern kommen die Menschen schließlich auch gut ohne diese Luxusgüter aus und unsere Vorfahren mussten das ebenfalls.

Wenn man es jedoch hat, ist das Leben weitaus komfortabler und unkomplizierter.

So verhält es sich auch mit grundlegenden körperlichen Fähigkeiten.

Klimmzüge braucht man streng genommen dennoch nur selten, höchstens einen, wenn man sich einmal irgendwo hochziehen oder langsam herablassen muss (z. B. Ast, Zaun, Mauer, Fenster).

Wer mehrere kann, hat noch einige Reserven, was z. B. beim Klettern oder bei Zusatzgewicht (Rucksack) ein komfortabler Vorteil ist.

Die allgemeine körperliche Fitness (Koordination, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit) der Menschheit in den westlichen Zivilisationsländern schwindet zunehmend (was verschiedene motorische Tests in Schulen und Vereinen oder Fitnesstests beim Militär oder der Polizei zeigen).

Dies hat einen gravierenden negativen Einfluss auf unsere Gesundheit (z. B. eine immer früher eintretende “Gebrechlichkeit”), unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, unsere Lebensqualität und unser Wohlbefinden.

Der Klimmzug steht stellvertretend für die Fähigkeit, das eigene Körpergewicht hochziehen zu können.

Diese Fähigkeit hatten unsere Vorfahren noch – Männer wie Frauen – und in Bereichen, wo es noch mehr körperliche Arbeit gibt (z. B. in der Landwirtschaft), ist dies immer noch der Fall.

Grundvoraussetzungen für einen Klimmzug (oder mehrere) sind u. a.

  • eine aus gesundheitlicher Sicht dienliche Körperzusammensetzung (Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse),
  • ein gutes Zusammenspiel der Muskulatur zwischen Ober- und Unterkörper mit einer starken Rumpfmuskulatur (einige kennen vielleicht den Bauchmuskelkater, wenn sie nach längerer Zeit mal wieder Klimmzüge trainieren),
  • ausreichende Oberkörper- und Griffkraft (Letztere steht in direktem Verhältnis zur Gesundheit und Lebensdauer).

 

Jeder gesunde Mensch sollte locker mindestens einen Klimmzug schaffen – Punkt.

Wer sich wieder darauf hintrainiert hat, wird merken wie sich das Leben in verschiedenen Bereichen verbessert.

 

Es ist ein Zeichen für eine bessere Schulterfunktion, eine bessere Rumpfstabilisation, ein ausreichendes Zusammenspiel von Schulter- und Beckengürtel und ein Mindestmaß an körperlicher Kraft.

Meine Klienten auf den Bildern zeigen, dass das geht und das Alter soll keine Ausrede sein, denn man wird vor allem alt, schwach und gebrechlich, weil man sich zu wenig körperlich aktiv betätigt.

Wir haben auch Klienten, die mit Ende 50 noch (oder wieder) die fünf Meter hohen Seile hochklettern, was eigentlich völlig normal sein sollte.

 

 

 

Um gerade die “ziehende Kraft” der Mitglieder meiner Trainingshalle in Köln zu verbessern, haben wir praktisch immer Klimmzugvarianten oder Varianten des Hängens, Hangelns und Seilkletterns für alle Fitnessniveaus im Programm.

Hier ist noch einmal ein zusammenfassendes Video zum Thema aus meiner Videoanfangszeit, in dem ich die Vorzüge von Klimmzügen erkläre.

Das darin erwähnte Video-Programm wird online nicht mehr angeboten, kann jedoch bei großem Interesse noch per E-Mail an info@tillsukopp.de bestellt werden.

 

 

Wenn die Kraft für mindestens einen Klimmzug noch fehlt, dann würde ich parallel zur Kraftsteigerung die Körperzusammensetzung optimieren (hierzu habe ich zahlreiche Beiträge in meiner Blogkategorie “Ernährung“) und auf jeden Fall an der Rumpfstabilität arbeiten.

 

Für die Rumpfstabilität habe ich in der Blogkategorie “Training” verstreut viele Beiträge oder sehr gezielt und strukturiert in meinem Online-Kurs gegen Rückenschmerzen.

 

 

Dr. Till Sukopp

Fortgeschrittenes Coretraining in der Frontalebene

Hier kommt eine weitere komplexe Übung aus dem DVRT-System für Fortgeschritte.

“Lateral Step to Around the World” verbessert die Stabilität des ganzen Körpers, mobilisiert den Oberkörper, die Hüften, stärkt den Unterkörper und bietet ein interessantes Stoffwechseltraining.

 

 

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Dr. Till Sukopp